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Niedersachsen Handwerker werden teurer
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15:33 12.10.2017
Fliesenleger bei der Arbeit: Wer baut, muss länger auf Handwerker warten und mehr zahlen. Quelle: Markus Scholz
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Hannover

Die hohe Nachfrage nach Handwerkern treibt die Preise weiter nach oben. "Verbraucher sollten sich auf höhere Preise einstellen, das wird unumgänglich sein", sagte Jans-Paul Ernsting, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover am Donnerstag bei der Vorstellung des Herbst-Konjunkturberichts der Kammer.

Die Handwerker würden gestiegene Beschaffungspreise an ihre Kunden weitergeben, erklärte Ernsting. Dank der hohen Nachfrage würde ihnen das in höherem Maße gelingen als früher. "Die Marktposition der Handwerker hat sich zu ihren Gunsten verändert". Das gelte insbesondere für Bau- und Ausbauhandwerker wie Dachdecker, Fliesenleger oder Elektrotechniker.

Auch Dieselkrise lässt Preise steigen

In Großstädten wie Hannover führe außerdem die Angst vor Fahrverboten für Dieselfahrzeuge zu steigenden Preisen. Wenn Handwerker sauberere Fahrzeuge anschaffen, müssten letzten Endes die Kunden die Kosten dafür tragen, betonte Ernsting.

Fast alle Branchen im Bezirk melden im Konjunkturbericht eine steigende Auslastung. Die einzige Ausnahme bilden die Kfz-Handwerker. Hier gingen die Aufträge und Umsätze zuletzt deutlich zurück. Zusätzlich belastet würden sie von der Dieselkrise, erklärte die Kammer. Denn viele Kfz-Handwerkerbetriebe seien auch als Händler aktiv und litten unter dem Wertverlust von Dieselautos.

Kein Ende des Trends in Sicht

Zum Kammerbezirk Hannover gehören außer der Region Hannover auch die Landkreise Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg/Weser und Schaumburg. Die Betriebe in den Landkreisen beurteilen ihre Geschäftslage sogar noch etwas besser als die in der Region Hannover. Die Handwerkskammer erklärt das mit dem härteren Wettbewerb in Hannover: Hier bemühten sich auch viele Betriebe aus dem Umland, aus Ostdeutschland und Osteuropa um Aufträge.

Schon seit mehreren Jahren melden Handwerker in ganz Deutschland eine steigende Auslastung. Ein Ende dieses Trends ist laut der Konjunkturumfrage nicht in Sicht. Allerdings ist auch kein Ende des Fachkräftemangels in Sicht, der immer mehr Betriebe am Wachsen hindert und im Alter zur Geschäftsaufgabe zwingt.

Von Christian Wölbert

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