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Hannovers Jobmarkt koppelt sich ab

HAZ-Hannover-Trend Hannovers Jobmarkt koppelt sich ab

Auf den Stirnen von Hannovers Managern mehren sich die Sorgenfalten. Zum Start ins neue Jahr sind für viele Unternehmen in der Region die Geschäfte zwar besser gelaufen als erwartet. Doch inzwischen greift Unsicherheit um sich - vor allem in der Industrie.

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Erwartungen verdüstert: Die Autozulieferer leiden zusätzlich unter der VW-Krise.

Quelle: Sebastian Kahnert

Hannover. Der Arbeitsmarkt koppelt sich zunehmend von der konjunkturellen Entwicklung ab - weil die Bewältigung des Flüchtlingsstroms für Personalbedarf sorgt. Der HAZ-Hannover-Trend, der in Zusammenarbeit mit Arbeitsagentur, Creditreform und IHK Hannover entsteht, zeigt deshalb derzeit kein einheitliches Bild. Um die Finanzkraft der Betriebe ist es so schlecht bestellt wie bislang erst einmal in neun Jahren HAZ-Trend, gleichwohl gab es im zurückliegenden Quartal weniger Insolvenzen und mehr Gründungen als in den drei Monaten zuvor - wenn auch nur geringfügig. Die Bonität der Unternehmen befinde sich schon länger „auf einer schiefen Ebene“, sagt Creditreform-Chef Holger Bissel. Gerade um den Mittelstand macht sich der Finanzfachmann hier Sorgen. Es fehle in den Region an neuen Impulsen.

Das liegt vor allem an der für den Großraum Hannover wichtigen Industrie. Sie hält sich nicht nur seit Jahren bei großen Investitionen zurück. In den vergangenen Wochen haben sich auch noch ihre Erwartungen kräftig verdüstert. „Hinter der Entwicklung auf dem Markt in Asien steht zunehmend ein Fragezeichen“, so die Begründung von IHK-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage. Die Exporte nach China waren 2015 schon zweistellig zurückgegangen. Zuletzt wuchsen durch den Börsencrash die Sorgen, dass dieser wichtige Absatzmarkt vorerst wegbrechen könnte. Die Autozulieferer in der Region leiden indes zusätzlich unter der VW-Krise und dem Effizienzprogramm des Konzerns. Auch bei den unternehmensnahen Dienstleistern, für die die Industrie ein wichtiger Auftraggeber ist, hat sich die Stimmung zuletzt eingetrübt. Derzeit stütze vor allem der Binnenkonsum die heimische Konjunktur, meint Schrage.

Der Arbeitsmarkt in der Region gibt sich davon bislang unbeeindruckt. Der im vierten Quartal übliche spürbare Rückgang an offenen Stellen ist 2015 quasi ausgeblieben. „Die positive Entwicklung ist auch ein Effekt der Zuwanderung“, sagt Hannovers Agenturchefin Bärbel Höltzen-Schroh. Sie hat sowohl bei Verwaltungen, im Bildungs- und Sozialbereich als auch bei den Wach- und Sicherheitsdiensten einen kräftig gestiegenen Personalbedarf ausgelöst.

Allein bei den Wachdiensten - die in Flüchtlingsunterkünften eingesetzt werden - habe sich die Zahl der Stellenangebote im vergangenen Jahr verdoppelt. „Die Nachfrage nach ausgebildeten Kräften kann nicht gedeckt werden.“ In Verwaltung und Sozialwesen hätten die Arbeitgeber auf die Engpässe bereits reagiert, so Höltzen-Schroh. Sie böten inzwischen mehr unbefristete Stellen an, um sich für potenzielle Bewerber attraktiver zu machen.

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