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Niedersachsen Hannoversche Volksbank steigert Gewinn trotz Niedrigzinsen
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16:33 08.02.2018
Zentrale der Hannoverschen Volksbank Quelle: Hannoversche Volksbank
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Hannover

 Die Hannoversche Volksbank hat 2017 deutlich mehr Kredite vergeben und Geldanlagen vermittelt als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis stieg dadurch um 17 Prozent auf 58,8 Millionen Euro. „Unser genossenschaftliches Geschäftsmodell ist die Basis für unser kraftvolles Wachstum“, sagte Vorstandssprecher Jürgen Wache am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresergebnisse. Die hannoversche Volksbank ist die größte Volksbank in Norddeutschland.

Auch im Vergleich zu den anderen hannoverschen Banken habe man 2017 sehr gut abgeschnitten, betonte Wache. „Wir haben Marktanteile gewonnen und das beste Ergebnis erreicht.“ Betrachte man das Ergebnis in Verhältnis zur Bilanzsumme, gehöre man sogar bundesweit zu den Spitzenreitern.

Der Bestand der herausgegebenen Kredite legte um 10,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zu. „Die Unternehmen aus der Region haben stark investiert und dafür auf unsere Finanzierungsangebote zurückgegriffen“, erklärte Wache. Das Wachstum habe die Erwartungen „deutlich übertroffen“. Der Zinsüberschuss – die Differenz zwischen gezahlten und erhaltenen Zinsen – sei deshalb trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase gestiegen.

Auch der Provisionsüberschuss – Gewinne durch Vermittlung zum Beispiel von Wertpapieren – stieg 2017. Die Kunden der Bank legten 86 Millionen Euro neu in Aktien, Fonds oder Renten an. Besonders Sparpläne, in denen monatlich ein fester Betrag angelegt wird, waren stark nachgefragt. 

Im vergangenen Jahr hat die Bank außerdem in Langenhagen und Burgdorf Wohn- und Geschäftshäuser zur Vermietung fertiggestellt. Aufgrund der Zinssituation investiere man verstärkt auch in Immobilien, erklärte Wache.

Soziales Netzwerk für Mitglieder

Trotz der Zuwächse bei den Finanzkennzahlen sank die Zahl der Mitarbeiter 2017 weiter: um 23 auf 903. Der Rückgang resultiere aus der normalen Fluktuation sowie den Angeboten für Altersteilzeit, erklärte Wache. Wachstum sei auch mit schrumpfender Belegschaft möglich. Man optimiere Prozesse und laste die Technik besser aus. Routinetätigkeiten wie Datenerfassung überlasse man stärker dem Computer – das komme auch den Mitarbeitern entgegen, weil diese sich auf kreativere Aufgaben konzentrieren könnten.

Die Volksbank braucht aber auch weniger Mitarbeiter als früher, weil sie viele kleine Zweigstellen geschlossen hat. Im Jahr 2014 betrieb sie noch 60 Filialen, mittlerweile sind es 45. Zusätzlich gibt es 33 SB-Center.

Für 2018 peilt Wache weiteres Wachstum im Kreditgeschäft an. „Wir werden an der guten Entwicklung unsere Wirtschaftsraums partizipieren.“ Außerdem will die Volksbank das Internet nutzen, um sich stärker mit ihren Mitgliedern zu vernetzen – also mit den Kunden, die auch Genossenschaftsanteile halten. In einem eigenen Sozialen Netzwerk will sie Anregungen für Verbesserungen einsammeln und diskutieren.

Von Christian Wölbert

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