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Hapag-Lloyd fährt tiefer ins Minus

Tui-Tochter Hapag-Lloyd fährt tiefer ins Minus

Für die TUI wird ein Börsengang ihrer Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd immer unwahrscheinlicher. Im Frühjahr hatten der Konzern und die im Konsortium „Albert Ballin“ zusammengeschlossenen übrigen Eigentümer das Vorhaben mit Blick auf den unsicheren Kapitalmarkt schon einmal verschoben.

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Quelle: Hettchen

Hannover. Für die TUI wird ein Börsengang ihrer Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd immer unwahrscheinlicher. Im Frühjahr hatten der Konzern und die im Konsortium „Albert Ballin“ zusammengeschlossenen übrigen Eigentümer das Vorhaben mit Blick auf den unsicheren Kapitalmarkt schon einmal verschoben – nun machen ihnen steigende Treibstoffkosten und sinkende Frachtraten zu schaffen: Im zweiten Quartal ist die Hamburger Reederei noch tiefer in die roten Zahlen gefahren.

Trotz der schwächelnden Konjunktur in den USA und Europa rechnet man in der Branche mit einer steigenden Nachfrage für Containertransporte. Da zudem weniger unausgelastete Schiffe auf den Meeren unterwegs sind als befürchtet, müssten die Frachtraten eigentlich steigen – durch einen Preiskampf der beiden Marktführer Maersk und MSC sind die Margen jedoch unter Druck geraten. Eine Besserung sei nicht in Sicht, teilte Hapag-Lloyd am Donnerstag mit. Obwohl die Reederei im ersten Halbjahr rund 3 Prozent mehr Container verschiffte, fiel unter dem Strich ein Verlust von knapp 33 Millionen Euro an; im Vorjahreszeitraum gab es noch einen Gewinn von 175 Millionen Euro.

Nach einem jahrelangen Verkaufsprozess ist das 38,4-Prozent-Paket an Hapag-Lloyd für die TUI die letzte Beteiligung von Wert, die sich noch zu Geld machen lässt. Der Konzern will mit den erhofften Einnahmen seinen Schuldenberg verkleinern und das touristische Kerngeschäft stärken. „Wir schauen uns weiter alle Optionen für einen Ausstieg bei Hapag-Lloyd an“, sagte TUI-Finanzvorstand Horst Baier am Donnerstag.

Mit der Verschlechterung der Ertragslage in der Schifffahrt wird es jedoch auch schwieriger, die Hapag-Beteiligung direkt an einen den Ballin-Konsorten genehmen Investor zu verkaufen – jedenfalls zu einem attraktiven Preis. „Wir sind weiterhin in Gesprächen mit Interessenten“, sagte ein TUI-Sprecher lediglich. Als mögliche Kaufkandidaten gelten ein Staatsfonds aus Oman und die chinesische Reederei HNA, eine Bestätigung dafür gibt es nicht.

Die TUI hat jedoch noch eine dritte Option, sollten die ersten beiden nicht greifen: Ab Januar 2012 kann der Konzern ein Aktienpaket dem Konsortium „Albert Ballin“ andienen, an dem neben der Stadt Hamburg und dem Spediteur Klaus-Michael Kühne noch Banken und Versicherungen kleinere Anteile halten. Wenn sich die TUI mit ihren Partnern nicht auf einen Kaufpreis einigen kann, soll ein Wirtschaftsprüfer den fairen Wert ermitteln.

Sollte den Hamburger Konsorten dieser Preis zu hoch sein, darf die TUI einen Investor nach eigenem Gusto suchen – das Mitspracherecht von „Albert Ballin“ würde dann erlöschen, hieß es in Hannover. Mehr noch: Um einen höheren Preis zu erzielen, könne die TUI dann sogar 50 Prozent plus eine Aktie an der Reederei verkaufen, die Hamburger Anteilseigner müssten dazu dann entsprechend viele Aktien aus ihrem Paket an den Hapag-Lloyd-Erwerber veräußern. Die TUI möchte den Verkauf dem Vernehmen nach bis zum Herbst 2012 abschließen.

Jens Heitmann

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