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Heftige Kritik an Berufsschulen in Niedersachsen

Umfrage der Gewerkschaften Heftige Kritik an Berufsschulen in Niedersachsen

Arbeitgeber und Gewerkschaften fordern mehr Lehrer und schnelleres Internet. Auszubildende fühlen sich laut einer Umfrage nicht ausreichend auf ihre Prüfungen aufgrund der "mangelhaften Ausstattung" vorbereitet. 

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Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben die Bedingungen an den Berufsschulen scharf kritisiert. Nur die Hälfte der Auszubildenden fühle sich gut auf ihre Prüfungen vorbereitet, meldete der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Donnerstag unter Berufung auf eine von ihm durchgeführte Umfrage.

Ursachen seien vor allem die „mangelhafte Ausstattung“ der Schulen und die Größe der Klassen. Der Durchschnitt liege bei 21,5 Auszubildenden pro Klasse, etwas höher als 2012 (20,7). „Die Kultusminister müssen endlich ihre Politik ändern und mehr investieren“, forderte der DGB.

Viele Stunden fallen aus

In Niedersachsen fällt vor allem die schlechte Unterrichtsversorgung auf. Laut den jüngsten Daten des Kultusministeriums lag die Versorgung 2016 nur bei 88,1 Prozent, während Gymnasien 99,8 Prozent erreichten. Der Wert gibt an, zu welchem Prozentsatz der vorgesehene Unterricht abgedeckt wird. Kurzfristige Ausfallstunden weil Lehrer krank werden, sind nicht berücksichtigt.

Neben dem DGB forderten zahlreiche weitere Organisationen mehr Investitionen: Der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall betonte die Notwendigkeit schnellerer Internetanschlüsse. Der IG-Metall-Bezirk Niedersachsen verlangte eine bessere Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen. Außerdem sei der Zustand der sanitären Anlagen oft „desolat“. Die IHK Hannover hob hervor, dass die Schulen in ländlichen Regionen am schlechtesten ausgestattet seien und vor allem Lehrer in technischen Fächern fehlten.

Das Kultusministerium verteidigte sich: In den vergangenen drei Jahren habe man jeweils mehr Lehrer eingestellt als in den Jahren zuvor. In technischen Fächern seien Lehrer aber bundesweit knapp. Außerdem müsse der Bund die Kommunen besser unterstützen. Diese sind für die Schulausstattung zuständig.

Von Christian Wölbert

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