Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Heftige Kritik an Berufsschulen in Niedersachsen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Heftige Kritik an Berufsschulen in Niedersachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 03.09.2017
Quelle: dpa/Symbolbild
Anzeige
Hannover

Gewerkschaften und Arbeitgeber haben die Bedingungen an den Berufsschulen scharf kritisiert. Nur die Hälfte der Auszubildenden fühle sich gut auf ihre Prüfungen vorbereitet, meldete der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Donnerstag unter Berufung auf eine von ihm durchgeführte Umfrage.

Ursachen seien vor allem die „mangelhafte Ausstattung“ der Schulen und die Größe der Klassen. Der Durchschnitt liege bei 21,5 Auszubildenden pro Klasse, etwas höher als 2012 (20,7). „Die Kultusminister müssen endlich ihre Politik ändern und mehr investieren“, forderte der DGB.

Viele Stunden fallen aus

In Niedersachsen fällt vor allem die schlechte Unterrichtsversorgung auf. Laut den jüngsten Daten des Kultusministeriums lag die Versorgung 2016 nur bei 88,1 Prozent, während Gymnasien 99,8 Prozent erreichten. Der Wert gibt an, zu welchem Prozentsatz der vorgesehene Unterricht abgedeckt wird. Kurzfristige Ausfallstunden weil Lehrer krank werden, sind nicht berücksichtigt.

Neben dem DGB forderten zahlreiche weitere Organisationen mehr Investitionen: Der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall betonte die Notwendigkeit schnellerer Internetanschlüsse. Der IG-Metall-Bezirk Niedersachsen verlangte eine bessere Zusammenarbeit mit Hochschulen und Unternehmen. Außerdem sei der Zustand der sanitären Anlagen oft „desolat“. Die IHK Hannover hob hervor, dass die Schulen in ländlichen Regionen am schlechtesten ausgestattet seien und vor allem Lehrer in technischen Fächern fehlten.

Das Kultusministerium verteidigte sich: In den vergangenen drei Jahren habe man jeweils mehr Lehrer eingestellt als in den Jahren zuvor. In technischen Fächern seien Lehrer aber bundesweit knapp. Außerdem müsse der Bund die Kommunen besser unterstützen. Diese sind für die Schulausstattung zuständig.

Von Christian Wölbert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie geplant hat die Norddeutsche Landesbank (NordLB) die Bremer Landesbank (BLB) zu 100 Prozent vollständig übernommen, die wegen fauler Schiffskredite in Schieflage geraten war. 

31.08.2017

Schwieriges Gesamtjahr erwartet: Die NordLB hat sich ein kleines Gewinnpolster für weitere Belastungen durch die Schifffahrtskrise angelegt. Unterm Strich verdiente die Landesbank im ersten Halbjahr 271 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

30.08.2017

Nach der Arbeit wird weiter gearbeitet: Trotz einer festen Stelle gehen aber immer mehr Menschen nach Feierabend zum Beispiel in den Supermarkt – hinter die Kasse. Wie fühlt es sich an, noch zu arbeiten, wenn alle anderen Feierabend machen? So ergeht es den Doppeljobbern. 

29.08.2017
Anzeige