Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Bosch feiert Durchbruch für autonomes Fahren
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Bosch feiert Durchbruch für autonomes Fahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:02 08.06.2017
Ein Mitarbeiter von Bosch fährt in einem Auto, das als Prototyp für autonomes Fahren genutzt wird.  Quelle: Daniel Naupold/dpa (Archiv)
Hildesheim

Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass sie eigenständig fahren können. Bosch spricht von einer „Weltneuheit“. Die entscheidende Arbeit hat ein Team im Hildesheimer Bosch-Werk geleistet.

Bosch und Tomtom setzen nicht mehr auf Kameras, sondern auf Radarsensoren - weil die auch bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit unverändert zuverlässig und kontinuierlich Daten liefern. Die Radarsignale eines fahrenden Autos treffen dabei unterwegs auf Milliarden kleiner Reflexpunkte.

Geringere Datenübertragung

So bilden die Signale den exakten Verlauf einer Straße nach. Weiterer Vorteil laut Hersteller: Pro Kilometer würden nur fünf Kilobyte Daten an eine Cloud übertragen. Bei einer Videokarte falle mindestens die doppelte Menge an.

Radar Road Signature nennt Bosch das System, in dem die Radardaten in eine hochauflösende digitale Karte integriert werden - diese steuerte Tomtom bei. An dem System wurde weltweit gearbeitet - die zentrale Einheit sitzt jedoch in Hildesheim. Dort führt Projektleiter Christian Passmann ein zehnköpfiges Team. „Das wird jetzt deutlich wachsen“, sagt der Chef, der sich freut, dass seine Mannschaft in Hildesheim bleibt.

Das Hildesheimer Team gewinnt innerhalb des Bosch-Konzerns deutlich an Gewicht. Und die Arbeit wird nicht weniger: Zum einen muss die Neuentwicklung verfeinert werden. Zum anderen geht es nun darum, dass die Autohersteller auf das neue Produkt setzen.

Das System funktioniert nur, wenn viele mitmachen – zumal auch „dynamische Informationen“ etwa über Staus, Baustellen und andere Veränderungen in Echtzeit zur Verfügung stehen sollen. „Wir gehen davon aus, dass wir für Autobahnen in Europa, Nordamerika und in der Region Asien-Pazifik jeweils eine Flotte mit etwa einer Million Fahrzeugen benötigen, um eine hochauflösende Karte aktuell zu halten“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel.

Spätestens im Jahr 2020 sollen in Europa und den Vereinigten Staaten die ersten Fahrzeuge Daten für die Radar Road Signature liefern. Die soll mit allen gängigen Kartenformaten kompatibel sein – nicht nur mit denen von Tomtom.

Von Tarek Abu Ajamieh

Zwei neue Messen für Fachbesucher aus dem Bereich Elektromobilität kommen nach Hannover. Die „Battery Show Europe“ und die „Electric & Hybrid Vehicle Technology Europe“ werden vom 15. bis 17. Mai 2018 parallel auf dem Messegelände stattfinden, kündigte die Deutsche Messe AG an.

08.06.2017

Eine Vorzeige-Institution der hannoverschen Start-up-Szene steht vor einer ungewissen Zukunft. Die sogenannte Venture Villa, in der Firmengründer 100 Tage lang an ihren Ideen arbeiten können, braucht dringend neue Geldgeber.

06.06.2017

Tupperware wagt den Bruch mit seiner Geschäftsphilosophie: Der Hersteller von Salatschüsseln und Dosen sucht auf Wochenmärkten neue Gastgeber für Verkaufspartys. Und in China gibt es bereits 5600 Geschäfte.

08.06.2017