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VW verdient 2017 deutlich mehr

Höhere Einnahmen VW verdient 2017 deutlich mehr

In der Diesel-Krise hat Volkswagen offenbar das Gröbste überstanden. Von Januar bis März hat der Autohersteller seinen Überschuss um 44 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gesteigert, während der Umsatz trotz eines leichten Absatzrückgangs um rund ein Zehntel auf 56,2 Milliarden Euro zulegen konnte.

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Größter Gewinnsprung: Bei der Kernmarke VW liegen die Überschüsse sogar höher als vor der Diesel-Krise.

Quelle: Imago/VW

Hannover. „Das Quartalsergebnis ist ein weiterer Beleg, dass unser Konzern eine solide finanzielle Basis hat“, erklärte Finanzvorstand Frank Witter am Mittwoch. Den größten Gewinnsprung verzeichnete die Kernmarke Volkswagen. Nach 73 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres wurde zum Jahresauftakt 2017 ein operativer Gewinn von 869 Millionen Euro verbucht. Damit hat die Marke auch das Ergebnis aus dem ersten Quartal 2015 deutlich übertroffen, als die Manipulationen bei Diesel-Abgaswerten noch nicht aufgeflogen waren.

Auch Skoda konnte erneut deutlich zulegen. Die tschechische Tochter verbesserte ihr Ergebnis um fast ein Drittel auf 415 Millionen Euro - der Absatz erhöhte sich um nahezu ein Viertel. Dass Porsche in Wolfsburg hohe Erträge abliefert, ist dem Konzern mittlerweile kaum noch eine besondere Erwähnung wert - operativ verdiente die Marke bis Ende März 932 Millionen Euro, ein Plus von 9 Prozent. Nur bei Audi schrumpfte der Betriebsgewinn leicht auf rund 1,2 Milliarden Euro.

Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in Hannover stiegen Absatz und Umsatz im ersten Quartal moderat, der Gewinn schnellte hingegen um rund 44 Prozent auf 205 Millionen Euro nach oben - und das „trotz negativer Kosteneffekte“, wie es im Geschäftsbericht heißt. Gemeint seien damit Aufwendungen für das neue Crafter-Werk in Polen und Ausgaben für die Markteinführung des Modells, sagte ein Unternehmenssprecher. Dass VWN dennoch mehr verdienen konnte, verdanke man vor allem der gestiegenen Nachfrage nach höherpreisigen Varianten der Modelle Multivan und Caddy.

Rendite ist gestiegen

Auch wenn sich fast alle Marken zum Jahresauftakt steigern konnten, hinkt der Konzern bei der Marge weiter deutlich hinter der Konkurrenz her. Toyota, aber auch die französischen Rivalen Peugeot und Renault, verdienen deutlich mehr als beispielsweise die Stammmarke Volkswagen mit einer operativen Rendite von zuletzt 4,6 Prozent.

Die Marke lag damit bereits oberhalb der Marge von 4 Prozent, die der Konzern bis zum Jahr 2020 anstrebt - bis 2025 sind sogar 6 Prozent vorgesehen. Das ist Teil des „Zukunftspaktes“, den Vorstand und Betriebsrat geschlossen haben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Konzern will in Deutschland 23.000 Arbeitsplätze streichen und durch Einsparungen ein jährliches Gewinnplus von 3 Milliarden Euro erzielen.

Fiesta überholt Golf als Bestseller in Europa

Im März war der VW Golf zum ersten Mal seit sieben Jahren nicht das meistverkaufte Auto Europas, meldet die Marktforschungsfirma Jato. Der Ford Fiesta schob sich demnach mit 47.263 verkauften Exemplaren knapp vor den Golf mit 46.795 Verkäufen. Jato erklärt das mit drei Faktoren: Erstens hätten die Händler aufgrund des aktuellen Facelifts weniger Golfs auf Lager, zweitens habe Ford in jüngster Zeit mehr Rabatte gegeben als VW, und drittens leide der Golf relativ stark unter der Diesel-Absatzflaute. „Wir erwarten, dass der aufgefrischte Golf die Verkaufszahlen wieder steigen lässt“, sagt der Jato-Analyst Felipe Munoz. Es sei deshalb gut möglich, dass der Golf die Spitzenposition schon bald wieder zurückerobert.

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