Nach harten Sanierungsschritten der vergangenen Jahre sei „die Produktion modern ausgerichtet und der Bereich intakt“. Ein möglicher Erlös von 5 bis 7 Milliarden Euro könnte die Schuldenlast von Continental und des neuen Großaktionärs Schaeffler verringern. Bei der Conti-Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe war die Gewerkschaft noch gegen eine Veräußerung der Gummisparte gewesen. Schaeffler hatte Continental-Aktien auf Kredit gekauft und ist jetzt durch die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise in Schwierigkeiten geraten.
Die CDU-Wirtschaftspolitiker Laurenz Meyer und Michael Fuchs lehnten unterdessen staatliche Hilfen für Schaeffler ab. Dies hätte negative Folgen für die gesamte Branche der Autozulieferer, sagte Meyer dem „Focus“. „Wenn eine Frau Schaeffler sich verzockt hat, verspekuliert hat – sorry, tut mir leid für sie“, sagte sein Kollege Fuchs, der Chef des Parlamentskreises Mittelstand der Union im Bundestag, im „Deutschlandradio“. Ein Staat dürfe nicht die Industrien in seinem Land subventionieren, wie dies in den USA und in Frankreich für die Autobauer geschehe.
Zuvor hatte sich die SPD auf Schaeffler zubewegt. Das Familienunternehmen aus Bayern habe sich bei der Übernahme von Continental zwar „verzockt“, jetzt gehe es aber um die Erhaltung von 220 000 Arbeitsplätzen, hatte der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerd Andres betont. Hilfe könne es aber nur geben, „wenn alle die Hosen runterlassen“. Die Unternehmerfamilie müsse ihr komplettes Privatvermögen einbringen.
e.
HAZ.de Anmeldung


Deutsche Bank / Realtime Indikation
