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VW stößt Anteil an Fuhrparkmanager ab

Holländischer Fahrzeugvermieter VW stößt Anteil an Fuhrparkmanager ab

In den Niederlanden sitzt der größte Fahrzeugvermieter der Welt. Die LeasePlan hat 1,5 Millionen Autos unter Vertrag. Volkswagen verkauft nun seinen Anteil an dem Dienstleister - ein Milliardendeal. Der Grund? Die Wolfsburger haben Konkurrenz im eigenen Hause.

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 VW hat seine millionenschweren Anteile am holländischen Fuhrparkkonzern LeasePlan verkauft.

Quelle: Symbolfoto

Wolfsburg. Der VW-Konzern verkauft seinen milliardenschweren 50-Prozent-Anteil an dem Weltmarktführer für Leasing- und Fuhrparkmanagement, LeasePlan. Der Deal ist insgesamt 3,7 Milliarden Euro schwer und soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein, wie Europas größter Autobauer am Donnerstag mitteilte. LeasePlan mit Sitz in den Niederlanden geht an einen Zusammenschluss aus Investoren. Über den Verkauf war seit Monaten spekuliert worden.

Für Volkswagen hat die Trennung strategische Gründe - die Wolfsburger haben das Geschäftsmodell Leasing und Flottenservice konzernintern ausgebaut. Volkswagen hatte sich die bisherige LeasePlan-Beteiligung mit einer Investmentgesellschaft des deutschen Bankiers Friedrich von Metzler geteilt. 2004 waren die Wolfsburger bei LeasePlan eingestiegen und Anfang 2009 hatten sie noch über eine Komplettübernahme verhandelt.

LeasePlan ist den Angaben zufolge in 32 Ländern präsent, beschäftigt mehr als 6800 Mitarbeiter und hat rund 1,5 Millionen Fahrzeuge unter Vertrag. Die Niederländer bieten Flottenlösungen ab 30 Fahrzeugen und sind der weltgrößte Anbieter von Fuhrparkmanagementservices. Dazu zählt es etwa, Fuhrparks für Vertriebsmitarbeiter als Gesamtpaket zusammenzustellen - vom Leasing über die Wartung bis hin zum nötigen Versicherungspaket. 2014 machte LeasePlan 372 Millionen Euro Gewinn. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Konzernkreisen hatte sich Volkswagen seinerzeit auch bei LeasePlan eingekauft, um den Dienstleister als Absatzkanal einzusetzen.

Die Niederländer sind jedoch nur bedingt an Marken des VW-Konzerns gebunden und bieten auch Fahrzeuge der Konkurrenz an. Ohne eine Mehrheitsbeteiligung fehlte VW der Durchgriff für eine stärkere Beeinflussung der Vertriebspolitik bei LeasePlan, zumal das Management dort stets eigenständig blieb.

Inzwischen leistet der VW-Konzern Leasing- und Flottenangebote auch selber intern mit seiner Finanztochter in viel größerem Umfang als früher. VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch erklärte am Donnerstag: "Mit dem Ausbau des eigenen Flottenmanagements bei Volkswagen Financial Services ist nach unserer Meinung jetzt der geeignete Zeitpunkt gekommen, LeasePlan in neue Hände zu geben." Der VW-Konzern hatte 2014 vor Zinsen und Steuern (Ebit) rund 12,7 Milliarden Euro verdient. Aus dem China-Geschäft, wo VW mit Partnern unterwegs ist, flossen anteilig weitere 5,2 Milliarden Euro. Auf Basis dieser fast 18 Milliarden Euro Gewinn aus dem Tagesgeschäft entspräche der Sondereffekt aus dem LeasePlan-Deal etwa zehn Prozent.

dpa

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