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Niedersachsen IG-Metall-Chef warnt Conti vor Aufspaltung
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen IG-Metall-Chef warnt Conti vor Aufspaltung
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16:16 17.05.2018
Warnt Continental davor, eine „Bad Bank“ zu schaffen: IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Quelle: dpa
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München/Hannover

 IG-Metall-Chef Jörg Hofmann kritisiert die Erwägungen von Continental, den Konzern aufzuspalten. Wenn der Autozulieferer seine Zukunftsbereiche vom alten Geschäft trenne, „besteht die Gefahr, eine Art Bad Bank zu schaffen“, monierte der Gewerkschafter am Donnerstag gegenüber dem „Manager Magazin“. Aufspaltungen führten in der Regel dazu, dass Investitionen ungleich verteilt werden, warnte er. Das gelte auch für Investitionen in Mitarbeiter.

Der hannoversche Konzern analysiert seit Monaten Umbauszenarien. Dabei geht es vor allem um die Zukunft der Antriebssparte (Powertrain), die vom Wandel zur Elektromobilität relativ stark betroffen ist. Aus Sicht von Conti kann sie den Übergang möglicherweise besser bewältigen, wenn sie ausgegliedert wird und dadurch selbständiger agieren kann. Ein Conti-Sprecher erklärte am Donnerstag,  dass die Prüfung verschiedener Szenarien bis Jahresmitte abgeschlossen werde. 

Vor Kurzem hat das Unternehmen mit Gewerkschaften und Betriebsräten einen Beschäftigungspakt geschlossen. Die Mitarbeiter müssen daher bei einem eventuellen Konzernumbau nicht um ihre Jobs fürchten.

„Siemens verliert Stabilität“

IG-Metall-Chef Hofmann kritisierte auch Siemens. Der Münchner Konzern hat bereits mehrere Sparten ausgelagert und plant weitere Schritte. In Krisen könnten starke Geschäftsbereiche eines Konzerns die schwächeren stützen, sagte Hofmann. Siemens verliere diese Stabilität. Die Strategie von Vorstandschef Joe Kaeser sei daher nicht nachvollziehbar und kurzsichtig.   

Von Alexander Sturm und Christian Wölbert

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