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Niedersachsen Industrie fordert zügigen Ausbau der A20
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Industrie fordert zügigen Ausbau der A20
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19:32 05.06.2017
Die Planung von Verkehrsprojekten dauert zu lange, findet die IHK. Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover/Kiel

Industrie und Logistikbranche fordern einen zügigen Ausbau der Verkehrswege im Norden. Neben der besseren Anbindung an Hamburg geht es auch um eine Umfahrung der überlasteten Hafendrehscheibe. Dringend notwendig sei der Weiterbau der Küstenautobahn A 20 bis nach Niedersachsen, um das Nadelöhr Hamburg zu entlasten, so der Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Logistik (UVL) Schleswig-Holstein, Thomas Rackow.

Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Niedersachsen hätte sich den ersten Spatenstich der A 20 auf niedersächsischer Seite längst gewünscht, so der IHK-Verkehrsexperte Felix Jahn. Inzwischen laufe aber für einen ersten Abschnitt das Planfeststellungsverfahren und werde für einen zweiten Ende des Jahres gestartet.

Die Logistikwirtschaft fordert zudem in Neumünster in Schleswig-Holstein einen Terminal, um Waren von der Straße auf die Schiene umzuschlagen. „Das ist auch für den internationalen Güterverkehr mit Skandinavien und Südeuropa wichtig“, sagte Rackow. In Niedersachsen soll ein solcher Umschlagbahnhof in Lehrte entstehen. Der sogenannte Megahub könne auch Autobahnen entlasten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN), Benjamin Sokolovic.

Der IHK Niedersachsen dauern zudem die Planungen von Verkehrsprojekten zu lange. Diese müssten verschlankt und das Verbandsklagerecht von Umweltverbänden abgeschafft werden, sagte Experte Jahn. Klagen verzögerten die Projekte ins Unendliche und trieben die Kosten in die Höhe.

Alle für Niedersachsen wichtigen Verkehrsprojekte seien im neuen Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf berücksichtigt und eine Finanzierung sei zugesichert. Dies sei positiv, so Jahn. „Geld ist nicht das Problem, jetzt geht es um die Umsetzung.“ Eine zentrale Forderung an das Land sei es, genügend Planungspersonal einzustellen.

Michael Evers

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