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Jede vierte Filiale in Niedersachsen fällt weg

Deutsche Bank Jede vierte Filiale in Niedersachsen fällt weg

Der geplante Konzernumbau der Deutschen Bank wird auch in Hannover und anderen Regionen in Niedersachsen deutliche Spuren hinterlassen. Von den derzeit 54 Filialen des Geldhauses in Niedersachsen werde etwa ein Viertel wegfallen, war am Freitag in Bankkreisen zu erfahren.

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Harter Sparkurs: Die Deutsche Bank - hier ihre Niederlassung am Georgsplatz in Hannover - will in Niedersachsen etwa jede vierte Filiale aufgeben.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. In der „Marktregion Hannover“ gibt es derzeit elf Deutsche-Bank-Zweigstellen - zehn Filialen sind in der Stadt Hannover. Zwei davon werden dem Vernehmen nach geschlossen. Welche Standorte im Einzelnen betroffen sind, gab die Bank aber noch nicht bekannt. „Wir wollen erst unsere Mitarbeiter und Kunden informieren“, erklärte ein Sprecher. Insgesamt beschäftigt das Geldinstitut in Niedersachsen 511 Mitarbeiter, davon 154 im Marktgebiet Hannover.

Dass sich die Deutsche Bank mit konkreten Informationen noch zurückhält, hat auch einen geschäftlichen Hintergrund: Angeblich möchte sie nicht Konkurrenzinstituten durch frühzeitige Information die Möglichkeit geben, gezielt Kunden abzuwerben, die von den Filialschließungen betroffen sind.

Deutschlands größte Bank hatte am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass sie gut ein Viertel der Filialen in Deutschland schließt und knapp 3000 Vollzeitstellen wegfallen. Die Zahl der Standorte wird von 723 auf 535 verringert. Darauf hat sich das Management nach monatelangen Verhandlungen mit dem Betriebsrat verständigt. Vor allem in Ballungsräumen will das Institut sein Filialnetz ausdünnen. Über die Streichung von etwa 1000 weiteren Arbeitsplätzen in anderen Bereichen in Deutschland wird noch verhandelt.

Die ersten der 188 zur Disposition stehenden Filialen sollen im vierten Quartal dieses Jahres dichtgemacht werden - der Großteil dann im ersten Halbjahr 2017. Treffen dürfte es vor allem Großstädte wie Frankfurt und Berlin. In der Hauptstadt beispielsweise leistet sich der Konzern bisher Doppelstrukturen mit der Tochter Berliner Bank. Die Verhandlungen über einen weiteren Stellenabbau etwa in IT-Abteilungen sollen möglichst bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Die Bank hatte im Oktober angekündigt, über den geplanten Postbank-Verkauf hinaus im eigenen Haus bis zum Jahr 2018 unter dem Strich 9000 Arbeitsplätze abzubauen, davon 4000 in Deutschland. An diesen Plänen hält der Dax-Konzern fest.

Von den knapp 3000 Vollzeitstellen, deren Streichung nun mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart wurde, entfallen etwa 2500 auf das Privat- und Firmenkundengeschäft. Somit wird in dieser Sparte etwa jede siebte der rund 17 000 Stellen gestrichen. Betroffen sind zudem die Vermögensverwaltung und das Risikomanagement. Das Geldhaus bekräftigte, dass der Jobabbau „so sozialverträglich wie möglich“ vonstatten gehen werde. So sollten Mitarbeiter fortgebildet und auf freie Stellen innerhalb des Konzerns vermittelt werden. Außerdem würden Beschäftigte bei der Jobsuche außerhalb des Unternehmens unterstützt. „Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.“

Der Betriebsrat kritisierte die Pläne des Instituts. „Wir hätten uns gewünscht, dass der Umbau des Privat- und Firmenkundengeschäfts in einem moderateren Prozess über längere Zeit hätte gestreckt werden können“, betonten die Arbeitnehmervertreter. Immerhin sei es gelungen, den Stellenabbau zu begrenzen. Im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft fielen etwa 300 Arbeitsplätze weniger weg als von der Bank angekündigt. Zudem würden weniger Filialen geschlossen als zunächst vorgesehen.

Von Albrecht Scheuermann 
und Jörn Bender

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Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

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