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VW-Mitarbeiter stehen vor harten Zeiten

Job-Angst und Ermittlungen VW-Mitarbeiter stehen vor harten Zeiten

Ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre geht bei Volkswagen die Angst vor Jobverlust und vor milliardenschweren Kosten des Skandals um. Bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg, zu der 20.000 Mitarbeiter gekommen waren, schworen Vorstand, Betriebsrat und Ministerpräsident Stephan Weil die Belegschaft auf schwere Zeiten ein.

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Mitarbeiter von Volkswagen bei der Betriebsversammlung am Dienstag.

Quelle: Surrey

Wolfsburg. Konzernchef Matthias Müller sprach von finanziellen Konsequenzen, die „substanziell und schmerzhaft“ sein werden. „Wir werden Geduld, Beharrungsvermögen und auch eine gewisse Frustrationstoleranz aufbringen müssen.“ Im laufenden Jahr wolle man nicht nur den Diesel-Rückruf bewerkstelligen, sondern auch „das Fundament legen für die Erneuerung des Konzerns – mit schlankeren Strukturen, einem offeneren Führungsverständnis, mit einer Strategie für die nächste Dekade“. Die Krise biete die Chance, „überfällige Veränderungen“ zu beschleunigen.

Betriebsratschef Bernd Osterloh hob hervor, dass die Zukunft der VW-Jobs „maßgeblich“ von der Höhe der Strafzahlungen in den USA abhängt, wo der Skandal um manipulierte Abgaswerte seinen Ausgang genommen hatte. Er warnte vor „dramatischen sozialen Folgen“, sollten die Strafen eine „bislang einmalige Höhe“ erreichen. „Wir hoffen sehr, dass die US-Behörden auch diese soziale und beschäftigungspolitische Dimension im Blick haben.“

Auch für Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil als Mitglied des VW-Präsidiums ist die Zeit schlechter Nachrichten noch nicht vorbei: „Wir werden in diesem Jahr immer mal wieder mit unangenehmen Nachrichten im Zusammenhang mit ,Dieselgate’ konfrontiert werden“, sagte er, ohne diese Andeutungen näher zu erläutern. Weil warnte die VW-Spitze zugleich vor einem vorschnellen Abbau von Zeitarbeitern in Folge des Abgas-Skandals. „Ich bin gegen einen Abbau von Leiharbeit gewissermaßen auf Vorrat“, sagte der Ministerpräsident. Sollten sich die Geschäfte gut entwickeln, werde man deren Mitarbeit weiter benötigen.

Volkswagen hat in den vergangenen Wochen bundesweit die Verträge von mehr als 1000 Leiharbeitern auslaufen lassen, darunter mehr als 300 in Hannover. Diese „schmerzlichen Abbauprozesse“ hätten sich aus der schlechten Absatzentwicklung einzelner Produkte ergeben, so Weil. Einen weiteren Abbau um des Sparens willen will er offenbar aber verhindern. Noch sind Tausende Leiharbeiter bei VW im Einsatz, gut 700 von ihnen im hannoverschen Werk. Unlängst hatte VW-Markenchef Herbert Diess angekündigt, den Sparkurs beschleunigen zu wollen. Dabei gilt die Zukunft der Leiharbeiter als gefährdet.

In Braunschweig weitete die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zum Abgas-Skandal aus. Die Zahl der Beschuldigten habe sich von sechs auf 17 erhöht, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe. Unter den Personen befinde sich aber nach wie vor kein Vorstandsmitglied. Bei den Beschuldigten, die „alle aus dem Umfeld des VW-Konzerns im weitesten Sinne stammten“, gehe es weiterhin um den Verdacht des Betrugs und mögliche Verstöße gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb.

VW spart beim Fußballsponsoring

Keine Vertragsverlängerung: Volkswagen reduziert seine Ausgaben im Fußballsponsoring. Der Konzern will seine Verträge mit Schalke 04 und Zweitligist 1860 München beenden. „Volkswagen wird die zum Saisonende auslaufenden Verträge mit Schalke 04 und 1860 München nicht verlängern“, sagte ein Sprecher.

Die Verträge mit den beiden Fußballvereinen laufen noch bis zum 30. Juni 2016. Bei Schalke 04 war die Marke VW Premium-Partner, also Sponsor der zweithöchsten Kategorie. Bei 1860 München war die Marke sogar Trikotsponsor. In beiden Fällen dürfte sich das finanzielle Engagement laut „Handelsblatt“ auf einen sehr niedrigen einstelligen Millionenbetrag pro Jahr belaufen haben. Verlängern will Volkswagen dagegen sein Sponsoring im DFB-Pokal. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen die derzeit noch laufenden Verhandlungen in den kommenden Wochen zum Abschluss kommen. Volkswagen ist seit 2012 Sponsor des DFB-Pokals.

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Ermittlungen im Abgasskandal
US-Justiz weitet Ermittlungen gegen VW aus.

In der VW-Abgasaffäre hat die US-Justiz ihre Ermittlungen gegen den deutschen Autobauer ausgeweitet. VW wurden nach einem Medienbericht jetzt auch Fragen in Zusammenhang mit einem möglichen Verstoß gegen Steuergesetze übermittelt. 

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