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Jobverlust bei Aufgabe von Glücksspielmonopol befürchtet

Entlassungen in Spielbanken Jobverlust bei Aufgabe von Glücksspielmonopol befürchtet

Verdi warnt davor, das staatliche Glücksspielmonopol aufzuheben. Die Gewerkschaft befürchtet, dass es dadurch in den Spielbanken zu Entlassungen kommen könnte.

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In Spielbanken könnte es zu zahlreichen Entlassungen kommen.

Quelle: dpa

Hannover. Die Gewerkschaft Verdi hat davor gewarnt, das staatliche Glücksspielmonopol aufzuheben. Verdi befürchtet, dass es dann in den Spielbanken zu Entlassungen von Mitarbeitern kommen könnte.

„Schon jetzt hat sich der Umsatz der Branche in den vergangenen fünf Jahren fast halbiert“, sagte der Verdi-Vorsitzende des Bundesarbeitskreises Spielbanken, Horst Jaguttis, am Donnerstag in Hannover. Von einer knappen Milliarde Euro habe sich der Umsatz auf rund 600 Millionen verringert.

Bei Aufgabe des staatlichen Glücksspielmonopols seien weitere Gewinneinbrüche und Entlassungen zu erwarten. Das Interesse an klassischen, von Croupiers geleiteten Glücksspielen wie Roulette, Black Jack und Poker werde weiter zurückgehen, das Interesse an Spielautomaten steigen.

Die Bundesländer wollen in einem neuen Glücksspielstaatsvertrag von 2012 an unter anderem den Milliarden-Sportwettenmarkt unter strengen Auflagen für private Anbieter öffnen. Bis zu sieben private Wettfirmen sollen bundesweit eine Lizenz erhalten. Schleswig-Holstein pocht auf eine stärkere Lockerung. „Wir sind für einen einheitlichen Glücksspielstaatsvertrag - ohne einen Alleingang Schleswig-Holsteins“, sagte Bernhard Stracke von der Verdi-Bundeskoordinierung Spielbanken. Wichtig sei es, einen radikalen Wettkampf zu vermeiden.

Große Bedenken äußerte Verdi zu den boomenden Glücksspielen im Internet. Illegales Glücksspiel müsse weiter zurück gedrängt werden. „Internetglücksspiel ist in Deutschland verboten und dabei soll es bleiben“, erklärte Stracke. Denn im Gegensatz zu Spielbanken wüssten die Spieler am Computer nicht, wer hinter ihren Gegnern stecke. „Außerdem fehlt im Internet die soziale Kontrolle und die Geschäftsfähigkeit der Spieler ist nicht zuverlässig prüfbar“, meinte Stracke.

dpa/jhf

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