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Niedersachsen Konjunktur in der Region Hannover kühlt sich ab
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Konjunktur in der Region Hannover kühlt sich ab
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19:45 24.07.2011
Von Lars Ruzic
Hannovers Unternehmen haben die beste Zeit hinter sich. Quelle: dpa
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Hannover

Die guten Geschäfte spiegeln sich in einer weiter verbesserten Finanzkraft der Betriebe wider. Und gleichzeitig bleibt die Arbeitskräftenachfrage auf einem hohen Niveau. Das sind die Kernergebnisse des HAZ-Hannover-Trends für das zweite Quartal 2011, der gemeinsam mit Arbeitsagentur, Creditreform und IHK Hannover entstanden ist.

„Die Erwartungen an die kommenden Monate sind insgesamt etwas gedämpfter“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Wilfried Prewo. In einigen Branchen habe es allerdings ohnehin kaum noch Spielraum nach oben gegeben. Ausgeweitete Beschäftigungs- und Investitionsplanungen zeigten, „die Wirtschaft in unserer Region bleibt auf einem robusten Wachstumskurs“. Insgesamt fiel der IHK-Konjunkturklimaindikator um 6 auf 126 Punkte. Auffallend ist ein starker Unterschied zwischen den Branchen. Während sich die Stimmung in Industrie und Dienstleistungen kaum verschlechtert hat, sind die Händler deutlich pessimistischer als noch vor drei Monaten.

Leicht verbessert hat sich auch die Finanzkraft der Unternehmen. Die Bonität ist allerdings noch lange nicht so gut wie vor der Krise. Zudem hat sich der von über 40.000 Unternehmen als Mittelwert aller Bonitätsnoten gebildete Index von Creditreform nur leicht verbessert. Der Chef der Auskunftei, Holger Bissel, spricht von einer „Zunahme der wirtschaftlichen Stabilität“. Gleichwohl seien Risiken wie Schuldenkrise, Inflation und Fachkräftemangel bereits zu erkennen. Deshalb werde die Länge des aktuellen Booms darüber entscheiden, wie gut gepolstert die Unternehmen in einen Abschwung gehen.

Nach einem Rekord an Firmengründungen zu Jahresbeginn hat sich die Zahl der Handelsregistereintragungen im zweiten Quartal normalisiert. Die 395 Gründungen „zeigen ein weiter aktives, nachhaltiges Gründerwesen“, erklärt Bissel. Die Rahmenbedingungen seien derzeit ideal. „Wer Unternehmer werden will, der sollte jetzt zum Sprung ansetzen.“ Vor allem in der Industrie locken weiterhin glänzende Aussichten. „Über ein Drittel der Unternehmen rechnet sogar mit einem noch weiter ansteigenden Exportgeschäft“, berichtet Prewo.

Das zeigt sich in einer hohen Arbeitskräftenachfrage. Die Zahl der offenen Stellen liegt mit rund 8200 sowohl auf dem Niveau des Vor- als auch des Vorjahresquartals, wie die Arbeitsagentur Hannover vermeldet. Überraschend gestiegen ist dagegen die Zahl der Unternehmenspleiten in der Region. Mit 187 Gesellschaften mussten ein Zehntel mehr zum Insolvenzrichter als im Vorquartal.

Creditreform-Chef Bissel sieht dahinter jedoch „kein signifikantes Merkmal“ dafür, dass sich hier die Lage wandelt. Schließlich sei die Zahl in den drei Monaten zuvor so niedrig wie seit Jahren nicht gewesen.

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