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Kosten der Tuifly sollen drastisch sinken

Sparmaßnahmen Kosten der Tuifly sollen drastisch sinken

Die hannoversche Fluggesellschaft Tuifly will ihre Kosten um mindestens 30 Millionen Euro senken, 20 Millionen allein beim Personal. Grund ist die ungewisse Zukunft des Geschäftspartners Air Berlin.

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Hannover. Die ungewisse Zukunft seines Geschäftspartners Air Berlin zwingt den hannoverschen Ferienflieger Tuifly auf einen Sparkurs. Nach HAZ-Informationen muss die Tui-Tochter ihre Kosten um mindestens 30 Millionen Euro senken, um wettbewerbsfähig zu werden. Tuifly hat bisher ein Drittel ihrer Flotte samt Besatzung zu sehr lukrativen Konditionen an die Air-Berlin-Tochter Niki vermietet - dieser Vertrag werde in dieser Form aber nicht mehr zu halten sein, verlautete am Montag aus Konzernkreisen.

Vor diesem Hintergrund rücken bei Tuifly vor allem die knapp 500 Piloten in den Fokus: Den größten Teil der vorgesehenen Einsparungen von 20 Millionen Euro allein beim Personal wolle man im Bereich der Flugzeugführer realisieren, hieß es. Dabei gehe es jedoch nicht um Gehaltskürzungen, sondern vor allem um mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten.

Gespräche mit der Vereinigung Cockpit laufen bereits - zum Stand der Verhandlungen wollte sich die Pilotengewerkschaft nicht äußern.

Nach dem gescheiterten Versuch des Tui-Konzerns, einen eigenen Billigflieger aufzubauen, übernahm Air Berlin im Jahr 2009 das Geschäft mit den sogenannten Städteverbindungen. Teil der Vereinbarung war seinerzeit ein Leasing-Vertrag für 14 Maschinen von Tuifly - inklusive der Piloten und des Kabinenpersonals. Dieser Vertrag war auf 20 Jahre angelegt und konnte nur mit Zustimmung der Tui gekündigt werden. Air Berlin soll dafür ursprünglich 100 Millionen Euro pro Jahr nach Hannover überwiesen haben.

Noch profitiert Tuifly davon, dass Air Berlin die 14 Maschinen an ihre österreichische Tochter Niki weitergereicht hat, die bisher nicht von der Insolvenz des Mutterkonzerns betroffen ist. Die Leasingraten würden weiter überwiesen, hieß es in Unternehmenskreisen. Doch das dürfte nicht so bleiben: Wer immer im Bieterverfahren um Air Berlin den Zuschlag für Niki erhalte, werde den Vertrag mit Tuifly nicht zu den aktuell geltenden Konditionen weiterführen, wird erwartet.

In Hannover richtet man sich deshalb darauf ein, die Hälfte der 14 Maschinen in die Tuifly-Flotte zu integrieren - diese bestünde dann aus 32 Flugzeugen. Die sieben anderen Maschinen sollen erneut samt Besatzung vermietet werden - möglicherweise an die Lufthansa, die ihren Billigflieger Eurowings ausbauen will.

Voraussetzung dafür sei, dass die Tuifly die Maschinen zu konkurrenzfähigen Bedingungen an den Start bringen könne, hieß es im Konzern. Derzeit koste eine Einsatzstunde 3000 Euro, damit sei man deutlich teurer als der Chartercarrier Condor oder der Billigflieger Easyjet. In den vergangenen Sparrunden hätten bei Tuifly vor allem die 1100 Flugbegleiter und die 800 Mitarbeiter am Boden Opfer bringen müssen, berichten Arbeitnehmerkreise: „Dieses Mal müssen sich die Piloten richtig bewegen.“

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