Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Kritische Fragen zu VW-Gehältern

Reaktionen Kritische Fragen zu VW-Gehältern

Pläne des VW-Aufsichtsrats, das Vergütungssystem der Topmanager zu reformieren und dem Chef des Vorstands künftig höchstens 10 Millionen Euro Gehalt zu erlauben, sind in Niedersachsen auf ein unterschiedliches Echo gestoßen. Oppositionspolitiker von CDU und FDP sprachen von einem „Ablenkungsmanöver“.

Voriger Artikel
Hannover Rück schlägt Munich Re
Nächster Artikel
Betrüger erbeuten Millionen mit gefälschten Mails
Quelle: Symbolbild

Hannover/Wolfsburg. Die Landesregierung sei unter Druck geraten, nachdem bekannt wurde, dass der Aufsichtsrat einer 12-Millionen-Euro-Abfindung für das vorzeitig ausgeschiedene VW-Vorstandsmitglied Christine Hohmann-Dennhardt zugestimmt hatte, sagte FDP-Wirtschaftsexperte Jörg Bode. Im VW-Aufsichtsrat sitzen auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD). Die Initiative für die jetzt geplante Gehaltsdeckelung war dem Vernehmen nach von Vertretern des Landes sowie des VW-Betriebsrates ausgegangen. Sie sieht vor, dass der VW-Vorstandschef künftig 10 Millionen Euro erhält - und die anderen Vorstandsmitglieder deutlich darunter bleiben. Ex-Chef Martin Winterkorn war noch auf 17,5 Millionen Euro gekommen. Dabei soll das Fixgehalt angehoben und der meist deutlich höhere variable Anteil gesenkt werden.

FDP-Politiker Bode meint, es sei der falsche Weg, wenn nun eine massive Erhöhung des Festgehalts erwogen werde. CDU-Wirtschaftsexperte Dirk Toepffer hält weitere Schritte für nötig. „Das Schlimme ist, dass man jetzt im Aufsichtsrat nicht den Mut hat, etwa an die üppige Rente des früheren Vorstandschefs Winterkorn heranzugehen.“ Wirtschaftsminister Lies spricht eher allgemein davon, dass es Handlungsbedarf bei den hohen Vorstandsvergütungen bei VW gebe. Als Aufsichtsratsmitglied darf er sich konkret nicht äußern.

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), Volker Müller, findet die aktuelle Diskussion derzeit wenig zuträglich für eines der wichtigsten Unternehmen des Landes. Man solle doch im Blick behalten, dass VW trotz der Krise weltweit noch immer der führende Autobauer sei. „Wir sollten uns darauf konzentrieren, wie wir den Erfolg halten, anstatt ein Unternehmen öffentlich zu filetieren.“

mbb/vg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Niedersachsen

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

VOLKSWAGEN VZ 164,00 -1,13%
CONTINENTAL 227,70 -0,52%
TUI 17,31 +1,26%
SALZGITTER 46,91 +0,60%
HANNO. RÜCK 111,80 +0,36%
SYMRISE 66,04 +0,73%
TALANX AG NA... 35,48 +0,34%
SARTORIUS AG... 102,80 +0,78%
CEWE STIFT.KGAA... 84,60 +0,95%
DELTICOM 11,05 +0,45%
DAX
Chart
DAX 12.371,50 -0,11%
TecDAX 2.567,50 +0,16%
EUR/USD 1,2346 -0,49%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

HEID. CEMENT 84,90 +1,58%
THYSSENKRUPP 22,96 +1,32%
RWE ST 16,34 +0,62%
VOLKSWAGEN VZ 164,00 -1,13%
FRESENIUS... 63,16 -0,66%
BMW ST 86,73 -0,57%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 233,94%
Commodity Capital AF 199,81%
UBS (Lux) Equity F AF 89,62%
SEB SICAV 2 SEB Ea AF 89,13%
SQUAD CAPITAL SQUA AF 86,47%

mehr