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Niedersachsen Kritische Fragen zu VW-Gehältern
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Kritische Fragen zu VW-Gehältern
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00:16 10.02.2017
Quelle: Symbolbild
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Hannover/Wolfsburg

Die Landesregierung sei unter Druck geraten, nachdem bekannt wurde, dass der Aufsichtsrat einer 12-Millionen-Euro-Abfindung für das vorzeitig ausgeschiedene VW-Vorstandsmitglied Christine Hohmann-Dennhardt zugestimmt hatte, sagte FDP-Wirtschaftsexperte Jörg Bode. Im VW-Aufsichtsrat sitzen auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD). Die Initiative für die jetzt geplante Gehaltsdeckelung war dem Vernehmen nach von Vertretern des Landes sowie des VW-Betriebsrates ausgegangen. Sie sieht vor, dass der VW-Vorstandschef künftig 10 Millionen Euro erhält - und die anderen Vorstandsmitglieder deutlich darunter bleiben. Ex-Chef Martin Winterkorn war noch auf 17,5 Millionen Euro gekommen. Dabei soll das Fixgehalt angehoben und der meist deutlich höhere variable Anteil gesenkt werden.

FDP-Politiker Bode meint, es sei der falsche Weg, wenn nun eine massive Erhöhung des Festgehalts erwogen werde. CDU-Wirtschaftsexperte Dirk Toepffer hält weitere Schritte für nötig. „Das Schlimme ist, dass man jetzt im Aufsichtsrat nicht den Mut hat, etwa an die üppige Rente des früheren Vorstandschefs Winterkorn heranzugehen.“ Wirtschaftsminister Lies spricht eher allgemein davon, dass es Handlungsbedarf bei den hohen Vorstandsvergütungen bei VW gebe. Als Aufsichtsratsmitglied darf er sich konkret nicht äußern.

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN), Volker Müller, findet die aktuelle Diskussion derzeit wenig zuträglich für eines der wichtigsten Unternehmen des Landes. Man solle doch im Blick behalten, dass VW trotz der Krise weltweit noch immer der führende Autobauer sei. „Wir sollten uns darauf konzentrieren, wie wir den Erfolg halten, anstatt ein Unternehmen öffentlich zu filetieren.“

mbb/vg

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