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LPKF streicht 100 Stellen: Die Hälfte in Garbsen

Laserspezialist LPKF streicht 100 Stellen: Die Hälfte in Garbsen

Nach einem erneuten Umsatzeinbruch verschärft der Garbsener Laserspezialist LPKF seinen Sparkurs. Das Unternehmen will 100 von 780 Arbeitsplätzen abbauen, die Boni für den Vorstand streichen und die Investitionen kürzen.

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Hannover/Garbsen. Verantwortlich dafür sei ein enttäuschender Geschäftsverlauf seit Jahresbeginn, sagte Vorstandschef Ingo Bretthauer am Montag. „Ohne Schmerzen geht es leider nicht mehr.“

LPKF war im vergangenen Jahr mit einem Verlust von 3,5 Millionen Euro erstmals seit dem Börsengang 1998 in die roten Zahlen gerutscht. Auslöser dafür ist der Einbruch im Geschäft mit LDS-Maschinen, die Leiterbahnen direkt auf Kunststoff lasern können. Diese vor allem von Handy- und Tablet-Produzenten genutzte Technologie war jahrelang der Geldbringer des Unternehmens - doch seit mehreren Monaten fehlt die Nachfrage. Die IT-Industrie habe vorerst keinen Bedarf mehr, hieß es.

Bei LPKF hatte man gehofft, dass sich die Auftragsbücher bereits im laufenden Jahr wieder füllen würden - davon ist nun keine Rede mehr. Im ersten Quartal sank der Umsatz um knapp ein Drittel auf 14,8 Millionen Euro, für das Gesamtjahr schraubte der Vorstand seine Erwartungen von einer Spanne zwischen 100 und 120 Millionen Euro auf 90 bis 110 Millionen Euro zurück. Ziel der Sparmaßnahmen sei es, auch auf dem niedrigeren Umsatzniveau einen Gewinn ausweisen zu können, sagte Bretthauer.

Der Arbeitsplatzabbau wird vor allem die Zentrale in Garbsen treffen, weil hier das LDS-Geschäft angesiedelt ist. Rund 50 Stellen stünden hier zur Disposition, hieß es. Insgesamt will LPKF beim Personal 5 Millionen Euro sparen. Der Verzicht des vierköpfigen Vorstandes auf sämtliche Tantiemen im laufenden Jahr sei vom Volumen her eher symbolischer Natur, sagte Bretthauer. „Aber wenn wir den Mitarbeitern so ein Programm zumuten, dann müssen wir auch mit gutem Beispiel vorangehen.“

An der Börse kamen die Nachrichten erwartungsgemäß schlecht an: Der Kurs der Aktie fiel zwischenzeitlich um 16 Prozent auf 6 Euro. Beim Blick in die Zukunft zeigt sich das Management jedoch zuversichtlich. Das Solargeschäft habe sich stabilisiert und die LDS-Technik sei noch nicht am Ende, sagte Bretthauer. Zudem habe das Unternehmen zwei neue Technologien im Bereich Mikroelektronik entwickelt, die erhebliches Potenzial versprächen. Die ersten Maschinen habe man hier bereits verkauft.

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