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LPKF sieht wieder Licht im Tunnel

Laserspezialist LPKF sieht wieder Licht im Tunnel

Nach zwei Jahren mit Verlusten will der Lasermaschinenbauer LPKF 2017 wieder schwarze Zahlen schreiben. „Wir stehen heute deutlich besser da als Anfang 2016“, sagte Vorstandschef Ingo Bretthauer am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Garbsen.

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Die Aufträge nehmen wieder zu: Ein LPKF-Mitarbeiter prüft ein Lasersystem für die Endabnahme. Fotos: LPKF

Quelle: Thomas Franz (Photostudios Blesius)

Garbsen. „Wir haben unsere Kosten gesenkt und verzeichnen steigende Auftragseingänge.“ Der 61-Jährige hat sich nach dem Erreichen der Trendwende entschlossen, seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern.

Bretthauer steht seit neun Jahren an der Spitze von LPKF. In seiner Amtszeit verdreifachte sich der Umsatz zunächst - bevor er zuletzt um ein Drittel einbrach. Auf- und Abstieg hängen eng mit der Schlüsseltechnologie LDS zusammen: Die Garbsener haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Leiterbahnen in Kunststoff geätzt werden. Bis sich diese hochpräzise Lasertechnologie durchsetzte, hat es eine Weile gedauert - dann gingen die Aufträge durch die Decke.

Inzwischen hat LPKF vor allem in Fernost mehr als 600 solcher Maschinen aufgestellt. Zunächst kalkulierte das Unternehmen mit einer weiter steigenden Nachfrage. Als dieses Wachstum ausblieb, musste es umschwenken. Es folgten Abschreibungen auf Vorräte und ein Stellenabbau. Rund 100 Arbeitsplätze fielen weg, die Hälfte davon in der Zentrale in Garbsen.

Vor vier Jahren hatte LPKF einen Rekordumsatz von knapp 130 Millionen Euro und einen operativen Gewinn von 23 Millionen Euro verbucht. Im vergangenen Jahr stiegen die Erlöse im Vergleich zu 2016 zwar wieder moderat auf etwa 91 Millionen Euro - der Verlust vergrößerte sich jedoch auf knapp 7 Millionen Euro. Wenn man Sondereffekte herausrechne, habe das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr wieder die Gewinnzone erreicht, sagte Finanzvorstand Kai Bentz.

Große Hoffnungen setzt LPKF auf zwei neue Verfahren, denen der Vorstand mittelfristig ein ebenso großes Potenzial zutraut wie LDS in den besten Tagen der Firma. Mit der selbst entwickelten sogenannten LIDE-Technologie sei es möglich, Glas mit extrem präzisen Löchern und Strukturen zu versehen - damit mache man den Weg frei für dessen vermehrten Einsatz in der Mikrosystemtechnik, hieß es.

Zudem hat LPKF ein Verfahren hervorgebracht, bei dem metallische Pasten mittels Laserdruckern in beliebige Strukturen gebracht werden können. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatz zwischen 92 und 100 Millionen Euro und einer operativen Rendite zwischen einem und 5 Prozent. Mittelfristig will er wieder eine Marge von mindestens 10 Prozent erwirtschaften.

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