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„LPKF muss sich noch stark anstrengen“

Laserspezialist „LPKF muss sich noch stark anstrengen“

Eine stark verbesserte Auftragslage lässt den Garbsener Laser-Maschinenbauer LPKF Hoffnung schöpfen. Die Lage habe sich von Monat zu Monat gebessert. „Aber wir werden uns noch stark anstrengen müssen“, sagte LPKF-Chef Ingo Bretthauer der HAZ.

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Quelle: Symbolbild

Garbsen. Die Garbsener hatten in den vergangenen Jahren vom Smartphone- und Tablet-Boom profitiert. Als sich der Markt normalisierte, brach die Nachfrage der Hersteller nach den LPKF-Maschinen ein, die Leiterbahnen direkt auf Kunststoff brennen können. Die Folge waren die ersten roten Zahlen in 20 Jahren.

Vom Ausbleiben dieses Geschäfts hat sich das Unternehmen noch nicht erholt. Im ersten Halbjahr liegt der Umsatz mit 40 Millionen Euro 6 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Verlust wuchs sogar noch leicht auf
3 Millionen Euro. Das allerdings geht ausnahmslos auf das katastrophale erste Quartal zurück. Zwischen April und Juni hat LPKF den Umsatz schon wieder um ein Fünftel auf 25 Millionen Euro steigern und einen kleinen Gewinn von 0,4 Millionen Euro erwirtschaften können.

Der Ordereingang lag 40 Prozent über dem Vorjahresniveau – vor allem wegen eines Großauftrags aus der Solarindustrie. Allerdings zeigten auch andere Geschäftsfelder wie etwa der Bereich der Laserschweißmaschinen wieder eine Aufwärtstendenz, so Bretthauer. Und im komplett neuen Bereich der Lasermaschinen zum digitalen Bedrucken von Materialien wie Glas habe man einen ersten Großauftrag erhalten. Das ließ die Börsianer gestern zugreifen: LPKF-Aktien lagen 9 Prozent im Plus.

LPKF hatte auf die Krise mit einem Kostensenkungsprogramm reagiert. Von den 100 Jobs, die wegfallen sollen, habe man bereits in 86 Fällen entsprechende Vereinbarungen getroffen, so der Firmenchef. Gut die Hälfte davon entfiel auf die Zentrale in Garbsen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nur die Ultima Ratio, sagte Bretthauer. Vor allem arbeite man mit Aufhebungsverträgen. Mit den Arbeitnehmervertretern sei eine Betriebsvereinbarung geschlossen worden.

Insgesamt lässt sich LPKF den Einschnitt rund 2 Millionen Euro kosten, er soll jedoch mittelfristig „mehrere Millionen an Einsparungen“ bringen. Das Ziel dabei müsse sein, auch mit einem Umsatz von 90 Millionen Euro noch schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Bretthauer. Derzeit zählt das Unternehmen noch 770 Beschäftigte. Für dieses Jahr hofft LPKF auf mindestens 90 Millionen Euro Umsatz. Ob das operative Ergebnis am Ende positiv oder negativ ausfällt, wagt man noch nicht vorherzusagen.

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