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Niedersachsen Lebensmittelkette Edeka baut neues Regionallager in Lauenau
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Lebensmittelkette Edeka baut neues Regionallager in Lauenau
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09:51 09.06.2011
Von Dirk Stelzl
Die Lebensmittelkette Edeka baut ein neues Regionallager in Lauenau. Quelle: dpa
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Lauenau

Wenn eine Lebensmittelkette wie Edeka Minden-Hannover ihre Logistik neu organisiert und ausbaut, muss man in etwas größeren Dimensionen denken: 275 Meter lang, 261 Meter breit, 25 Meter hoch und mit einer Nutzfläche in der Größe von rund 20 Fußballfeldern – diese Ausmaße hat das neue Lager der Edeka-Regionalgesellschaft, das in eineinhalb Jahren Bauzeit in Lauenau an der Autobahn A2 entstehen soll. 119 Millionen Euro investiert das Unternehmen in den Standort, und Vorstandssprecher Mark Rosenkranz machte gestern bei der Grundsteinlegung deutlich, welche Bedeutung das Bauvorhaben hat: Es sei die bisher größte Einzelinvestition von Edeka Minden-Hannover „in diesem Jahrtausend“.

Von dem Lauenauer Lager aus werden künftig rund 500 Märkte in Ostwestfalen und Niedersachsen mit Waren versorgt. 650 Beschäftigte sollen dort arbeiten; allerdings fallen an anderen Standorten wie in Sarstedt Arbeitsplätze weg.

„Dass unsere Wahl auf Lauenau fiel, ist nicht nur der guten verkehrlichen Anbindung zu verdanken“, sagte Rosenkranz. Zurückzuführen sei dies auch auf die gute Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Rodenberg und der Kommune. Schon bei den ersten Anfragen von Edeka Minden-Hannover hätten die Verantwortlichen dort erkannt, welche Chancen mit dem Projekt verbunden seien. „Sie haben schnell und unbürokratisch gehandelt und uns damit die Entscheidung für Lauenau leicht gemacht.“

Das neue Regionallager ist das Kernstück einer umfassenden Neuorganisation der Logistik, deren Ausbau 252 Millionen Euro kosten soll. Baumaßnahmen gebe es auch in Wiefelstede bei Oldenburg, in Landsberg und Osterweddingen in Sachsen-Anhalt sowie in Mittenwalde und Freienbrink in Brandenburg. Aufgegeben werden dagegen die Standorte in Sarstedt und Laatzen mit zusammen 280 Beschäftigten und in Wunstorf mit 35 Mitarbeitern. Edeka-Minden will erreichen, dass möglichst viele dieser Mitarbeiter nach Lauenau wechseln. Man verhandele mit den Belegschaftsvertretern über einen Sozialplan und Interessenausgleich, erklärte das Unternehmen. Im Gespräch seien auch mögliche Fahrkostenzuschüsse oder Umzugshilfen für Mitarbeiter.

Durch die neuen Kapazitäten könne Edeka Minden-Hannover den Lagerumsatz in den kommenden Jahren um bis zu 40 Prozent steigern, sagte Rosenkranz. „Wir verkürzen die Bestellvorlaufzeiten, wir liefern häufiger und schneller aus, und wir vereinfachen die Abkäufe für die Warenannahme im Einzelhandel.“

Die Logistikbranche sei für Niedersachsen „etwas ganz Entscheidendes“, betonte Wirtschaftsminister Jörg Bode. Das Land wolle seinen Beitrag leisten, dass die Firmen eine gute Verkehrsinfrastruktur vorfänden. Vorgesehen ist auch, die A2 dadurch zu entlasten, dass in Spitzenzeiten auch die Standstreifen als Fahrbahn genutzt werden könnten. Darüber verhandele man mit dem Bund.

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