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Logistikmesse Cemat eröffnet am Dienstag

Branchenleitmesse Logistikmesse Cemat eröffnet am Dienstag

Intelligente Kühlschränke, Transportroboter und vernetzte Regalsysteme: Die Branchenleitmesse Cemat in Hannover präsentiert von Dienstag an Neuheiten für die innerbetriebliche Logistik.

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Letzte Aufbauarbeiten in Halle 26 auf der Cemat in Hannover: Die Logistikmesse beginnt am Dienstag.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Die meisten Kühlschränke sind nach wie vor ziemlich dumm: Sie erkennen nicht, wann die Milch sauer ist. Sie bestellen im Supermarkt auch keinen Nachschub und wissen nicht, was ihre Besitzer gerne essen. Dabei gibt es längst Geräte, die all dies können – doch sie sind teuer, und vielen Menschen gefällt der Gedanke nicht, dass der Kühlschrank und damit dessen Hersteller zu viel über ihre Vorlieben wissen.

Während solche Techniken im Privaten noch Zukunftsmusik sind, haben sie sich bei der sogenannten Intralogistik längst durchgesetzt – also bei Arbeitsabläufen in Betrieben. Von Dienstag an stellt die Industrie neue Entwicklungen in diesem Bereich auf der Branchenleitmesse Cemat in Hannover vor. „Intralogistik ist der Teil der Logistik, der nicht auf der Straße stattfindet. Es geht um Transport innerhalb eines Gebäudes“, erklärt Christoph Beumer, Vorsitzender des Cemat-Präsidiums und Geschäftsführer eines großen Intralogistik-Herstellers aus Beckum, der Beumer-Group.

Prinzip und Technik intelligenter Kühlschränke werden quasi in Großformat für Unternehmen angewandt: Ein Beispiel sind Regalsysteme, in denen sich die Produkte bei selbstfahrenden Transportern melden und ihnen mitteilen, wann und wo sie abgeliefert werden müssen. Von solch einer vollständig 
 automatisierten Firma sind die Entwickler nicht mehr weit entfernt. Besonders was autonome Fahrzeuge angeht, sei man bei der Intralogistik schon weit fortgeschritten, sagt Beumer.

Spektakuläre Beispiele dafür lassen sich in den Produktionshallen von Volkswagen, bei Salzgitter oder Unilever beobachten. Flotten von autonomen Fahrzeugen rollen wie von Geisterhand durch die Hallen. Fahrerlose Gabelstapler lagern Paletten in Regale ein. Transportroboter liefern Beschäftigten die benötigten Fahrzeugteile in der richtigen Reihenfolge direkt an den Montageplatz.

Mithilfe solcher Maschinen werden interne Abläufe optimiert, Prozesse beschleunigt und Kosten gesenkt. „30 bis 40 Prozent unserer fahrerlosen Systeme verkaufen wir an die Automobilindustrie“, sagt Ronald Kretschmer. Er ist Marketingchef beim Intralogistikunternehmen E&K Automation aus dem Kreis Harburg. Ein Großteil der dort verkauften Anlagen besteht aus gleich mehreren autonomen Transportfahrzeugen. Durchschnittlich 400.000 bis 600.000 Euro kostet so eine Anlage im Durchschnitt, je nach Ausprägung.
Noch folgen die Fahrzeuge an ihrem Einsatzort größtenteils starren, vorgegebenen Strecken. Sie orientieren sich an Lichtsensoren oder Magnetstreifen auf dem Boden. „Ein großes Forschungsthema ist deshalb die vollständige Autonomie“, sagt Marian Köller vom Innovationszentrum Niedersachsen: „Einander ausweichen, neue Ziele selbstständig erkennen und ansteuern – dahin soll die Reise gehen.“ Dafür benötigen Unternehmen die entsprechende Software. Nur durch die Digitalisierung können Fahrzeuge, Produkte und Regalsysteme vernetzt werden, miteinander kommunizieren – und dazulernen.

Das ist nicht nur ein Thema der Großkonzerne. Die Digitalisierung der Intralogistik betreffe auch kleinere Firmen, erklärt Köller. Schon jetzt griffen auch mittelgroße Betriebe etwa auf Assistenzsysteme zurück, mit denen die Mitarbeiter schneller den Überblick über das Lager und die Regale erhalten. Natürlich nutzte es vielen Maschinenbaubetrieben nichts, nun wie bei Industrie 4.0 „irgendwelche Fahrzeuge hin und her fahren zu lassen“, sagt Beumer. „Da schießt man mit Kanonen auf Spatzen.“ Doch seien auch kleinere Unternehmen schlecht beraten, sich den neuen Entwicklungen zu verschließen.     

Von Matthias Arnold

Die Cemat

Die Weltleitmesse für betriebsinterne Logistik öffnet von heute bis Freitag ihre Tore. Rund 1000 Aussteller aus 44 Ländern belegen 110.000 Quadratmeter Fläche im Südwesten des Messegeländes. Erwartet werden mehr als 50.000 Besucher. Von 2018 an soll die Cemat wieder – wie schon in früheren Zeiten – während der Hannover Messe stattfinden.

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