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Niedersachsen Lokführerstreik trifft Metronom-Züge in Niedersachsen und Hamburg
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19:27 20.06.2011
Quelle: Sonja Zimpel (Archivbild)
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Hamburg/Uelze

Die Metronom-Züge in Niedersachsen und Hamburg werden seit Montagmittag erneut von einem Streikaufruf der Lokführergewerkschaft GDL ausgebremst. Ab 14.00 Uhr sollten die Züge bis auf weiteres stillstehen, teilte die GDL in Hamburg mit. Vorangegangene Streiks hatten mehrere Tage gedauert, wann die Bahnen nun wieder fahren werden, wollte die GDL nicht sagen. Tausende Reisende warteten vergeblich auf ihre Bahnen, einige der Züge konnten aber dennoch fahren.

Hintergrund sind gescheiterte Verhandlungen mit der Metronom-Bahn über bundesweit einheitliche Tarifstandards. Diese sollen nach Willen der GDL bei der Deutschen Bahn und ihren Mitbewerbern gelten. Metronom hatte Gehaltsverbesserungen geboten, einheitliche Standards aber abgelehnt. Die Verhandlungen der GDL laufen bereits seit fast einem Jahr, mit der Deutschen Bahn und etlichen Mitbewerbern wurde bereits eine Einigung erzielt.

Pendler in den Metronom-Zügen traf der Streik am Montag vollkommen unvorbereitet. Anders als bei vorangegangenen Aktionen hatte die GDL nicht mehr einen halben Tag vorher über den Streik informiert. Die Metronom-Gesellschaft konnte nicht abschätzen, wie viele der Lokführer sich dem Streikaufruf anschließen und wollte per Internet und Twitter darüber informieren, welche Züge fahren.

Die blau-gelben Metronom-Züge pendeln zwischen Hamburg, Cuxhaven, Bremen, Hannover und Göttingen. Etliche der Unterwegsstationen sind ausschließlich mit dem Metronom erreichbar.

Für das Scheitern der Tarifverhandlungen beim Metronom machte der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Lutz Schreiber, die neuen italienischen Mehrheitseigner des Unternehmens verantwortlich. Die Italiener hätten entschieden, mit der GDL keine Einigung einzugehen. Metronom-Sprecherin Hannah Kohn erklärte, die Gewerkschaft handele aus machtspolitischem Kalkül gegenüber der Konkurrenzgewerkschaft EVG und nicht für verbesserte Arbeitsbedingungen vor Ort.

dpa

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