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Maschinenbauer LPKF startet mit starkem Minus

Krisenjahr 2016 Maschinenbauer LPKF startet mit starkem Minus

LPKF steht sinnbildlich für den großen Erfolg, der mit Innovationen gerade auch im Mittelstand gelingen kann. Die Technik der Garbsener steckt in Millionen Handys. Jahrelang ging die Reise nur nach oben. Nun folgt die Notbremsung. Doch 2017 soll es wieder aufwärts gehen.

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Für den Maschinenbauer LPKF startet das Jahr 2016 mit tiefrotem Quartal.

Quelle: dpa

Garbsen. Der angeschlagene Maschinenbauer LPKF steckt zum Jahresstart tief in der Verlustzone fest. Unter dem Strich notierte der Laserspezialist aus Garbsen bei Hannover im ersten Quartal einen Fehlbetrag von 3,4 Millionen Euro, nachdem zum Auftakt vor einem Jahr noch eine schwarze Null (71 000 Euro) gestanden hatte. Der Verlust der ersten drei Monate des laufenden Jahres liegt damit bereits auf dem Niveau des gesamten Vorjahres, als nach Zinsen und Steuern rote Zahlen in Höhe von 3,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen hatten.

LPKF gab vor kurzem bekannt, etwa jeden achten Job abbauen zu wollen. In Summe sind das rund 100 Stellen, die möglichst sozialverträglich wegfallen sollen. Binnen Jahresfrist sind bereits 19 Jobs entfallen.

LPKF-Chef Ingo Bretthauer sagte am Donnerstag: „Wir arbeiten hart daran, dass 2016 besser wird als 2015. Das wollen wir unbedingt schaffen! Unser Krisenjahr war eigentlich schon 2015, jetzt arbeiten wir an der Wende. Aber klar: Wenn Sie 100 Leute abbauen müssen, ist das natürlich auch für das laufende Jahr eine große Herausforderung“. Der Sparkurs sei ein schmerzhafter aber notwendiger Schritt, um spätestens 2017 wieder auf einem profitablen Wachstumskurs zu sein.

Für den Umbau in der Krise, besonders auch für den Jobabbau, veranschlagt der Konzern zwei Millionen Euro. Bretthauer zeigte sich zuversichtlich, einen Großteil der Stellenstreichungen über Mittel wie Fluktuation oder Altersteilzeit regeln zu können.

Der Umsatz des traditionell schwachen ersten Quartals brach um 31 Prozent ein auf 15 Millionen Euro. Dem standen 11,5 Millionen Euro Aufwand für Personal und 6,3 Millionen Euro für Material gegenüber.

Vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag das Quartals-Ergebnis bei minus 4,5 Millionen Euro, nach 210 000 Euro vor einem Jahr. Steuergutschriften führten zu der leichten Verbesserung beim Ergebnis unterm Strich, auch wenn das klar negativ blieb.

Für 2016 rechnet LPKF nun mit einem Umsatz von 90 bis 110 Millionen Euro. 2015 waren nur 87 Millionen Euro zusammengekommen, 2014 dagegen noch 120 Millionen Euro. Die Gewinnschwelle soll 2017 auf unter 90 Millionen Euro Umsatz fallen. Diese Grenze lag 2015 noch bei knapp 100 Millionen Euro. Zentraler Hebel für das Senken ist der Jobabbau.

LPKF konnte bisher auf sein Zugpferd Laser-Direktstrukturierung (LDS) setzen, das Leiterbahnen direkt in Bauteile brennt, etwa Smartphones. Doch besonders in diesem Bereich ist das Geschäft eingebrochen.

dpa

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