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Messe verzichtet auf Kündigungen bis 2024

Kein Lohnausgleich Messe verzichtet auf Kündigungen bis 2024

Die Deutsche Messe verzichtet bis zum Jahr 2024 auf einen Stellenabbau im großen Maßstab – dafür müssen die Beschäftigten künftig ohne Lohnausgleich länger arbeiten und auf einige Sozialleistungen verzichten.

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Quelle: dpa

Hannover . Das sieht der neue Ergänzungstarifvertrag zur Beschäftigungssicherung vor, auf den sich das Unternehmen mit dem Betriebsrat und der IG Metall geeinigt hat. Man habe nach intensiven Verhandlungen einen guten und fairen Kompromiss gefunden, hieß es von beiden Seiten. Dieser sichere die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, sagte ein Messe-Sprecher am Montag.

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hatte sich die Messe im Jahr 2008 mit der Gewerkschaft auf eine Art Not-Tarifvertrag verständigt: Danach wurde die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich von 35  auf 38,5 Stunden erhöht. Im Gegenzug verpflichtete sich das Unternehmen, bis Ende 2015 auf betriebsbedingte Kündigungen und Ausgründungen von Unternehmensteilen zu verzichten.

Weil Ende Dezember die vom Vorstand gegebenen Garantien ausgelaufen wären, ohne dass sich die Arbeitszeit automatisch verringert hätte, hatte die IG Metall den Beschäftigungssicherungsvertrag fristgerecht gekündigt. Die Messe sei inzwischen schuldenfrei, damit hätten die Sparmaßnahmen ihren Zweck erfüllt, das Unternehmen aus der Talsohle zu holen, hieß es damals von Gewerkschaftsseite.

Dem hatte die Messe-Führung entgegengehalten, dass sich der Wettbewerb auf dem Markt zwischenzeitlich verschärft habe. Insbesondere um Gastveranstaltungen sei ein Konkurrenzkampf entbrannt, der auch über den Preis ausgetragen werde, hatte Vorstandschef Wolfram von Fritsch vorgerechnet. Bei der Deutschen Messe lägen die Ausgaben für das Personal am Standort Hannover mit 80 Millionen Euro um 40 Prozent über dem anderer Plätze – pro Kopf mache das bis zu 20 000 Euro aus.

Verpflichtung zur Mindestzahl von Angestellten in Hannover

Wegen der weit auseinander liegenden Positionen hätten sich die Verhandlungen zunächst schwierig gestaltet, hieß es von beiden Seiten. Anfangs forderte das Management eine Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden in der Woche, Mehrarbeit sollte über Freizeit statt durch Bezahlung ausgeglichen werden, auch Weihnachts- und Urlaubsgeld standen dem Vernehmen nach zur Disposition.

Das ist nun vom Tisch. Neben der langfristigen Arbeitsplatzgarantie verpflichtet sich die Messe, eine Mindestzahl von Mitarbeitern in Hannover zu beschäftigen – bis 2024 darf das Personal von heute 771 Vollzeitstellen höchstens auf 701 Jobs schrumpfen. Ein Outsourcing von Tätigkeiten sei ausgeschlossen, hieß es. Das Unternehmen dürfe aber bestimmte Aufgaben an Dritte vergeben. In der Gastronomie darf die Messe neue Mitarbeiter künftig ohne übertarifliche Zulage einstellen.

Im Gegenzug steigt die Arbeitszeit von September an auf 37 Stunden in der Woche ohne Lohnausgleich. Zudem fallen diverse Extras weg: So bekommen Eltern, die ihre Kinder nicht im betriebseigenen Kindergarten betreuen lassen, bisher einen Zuschuss des Unternehmens. Auch bei Brillen und Zahnersatz hat die Messe bislang einen Teil der Rechnung übernommen.

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