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Meyer-Werft steht zu Papenburg

Unternehmen will Standort stärken Meyer-Werft steht zu Papenburg

Die Meyer-Werft bekennt sich ausdrücklich zu ihrer Zentrale im emsländischen Papenburg. In einem Standortsicherungsvertrag verpflichten sich das Unternehmen, die Landesregierung, die IG Metall und der Betriebsrat, die dortigen 3100 Arbeitsplätze langfristig zu erhalten.

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Quelle: Carmen Jaspersen/dpa (Archiv)

Hannover. Durch die Vereinbarung solle klargestellt werden, dass Meyer auch nach dem Erwerb der Werft im finnischen Turku seinen Heimatstandort stärken wolle, heißt es in dem Papier, das am Donnerstag im hannoverschen Wirtschaftsministerium unterzeichnet wurde.

„Der Standort Papenburg stand für mich nie infrage“, erklärte Werft-Chef Bernard Meyer. Das Unternehmen ist dort seit 1795 ansässig und hat sich zur größten deutschen Werft entwickelt. Gleichwohl sei der Vertrag für die Mitarbeiter von historischer Bedeutung, sagte Betriebsratsvorsitzender Thomas Gelder: „Wir haben nun die Gewissheit, dass der Kauf der Werft in Turku nicht zu einer Schwächung unseres Standortes in Papenburg führt.“ Die Meyer-Werft hat dort im vergangenen Jahr den Konkurrenten STX übernommen. Meyer hält an dem Unternehmen 70 Prozent, der finnische Staat 30 Prozent. Die Beschäftigung in Turku ist auf Jahre gesichert, weil der Reisekonzern Tui dort bis 2017 zunächst zwei Kreuzfahrtschiffe bauen lässt; darüber hinaus gibt es Optionen für zwei weitere Schiffe, die bis 2019 ausgeliefert werden sollen.

Der Standortsicherungsvertrag für Papenburg lässt aber eine Hintertür offen. „Sollten sich die jeweiligen Rahmenbedingungen zum Negativen verändern (...), behält sich die Meyer-Werft eine flexible Reaktion vor“, heißt es darin. „Die Grundlage für eine langfristige Beschäftigungssicherung sind natürlich Schiffbauaufträge“, sagte Meyer. Das setze eine kontinuierlich steigende hohe Produktivität voraus.

Trotz dieser Einschränkung lobte Wirtschaftsminister Olaf Lies die Vertragsunterzeichnung als „guten Tag“ für das Land und die Mitarbeiter. „Tausende Beschäftigte in der Zulieferindustrie werden ebenfalls davon profitieren“, sagte der SPD-Politiker.

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