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Mindestens 30 Manager in VW-Skandal verstrickt?

Manipulationen bei Volkswagen Mindestens 30 Manager in VW-Skandal verstrickt?

In den Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen sollen mehr Konzern-Mitarbeiter verwickelt gewesen sein als VW bislang zugegeben hat. Der Betrug sei nicht von einer "kleinen Gruppe" organisiert worden, sondern mindestens 30 Manager seien daran beteiligt gewesen.

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Quelle: dpa

Wolfsburg. In den Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen sind einem Bericht zufolge mehr Konzern-Mitarbeiter verwickelt als VW bislang zugegeben hat. Der Betrug sei nicht von einer "kleinen Gruppe" organisiert worden, sondern mindestens 30 Manager seien daran beteiligt gewesen, berichtete der " Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf Ermittlungen der US-Anwaltskanzlei Jones Day.

Die Verantwortlichen sollen demnach beurlaubt werden. VW war für eine Nachfrage zunächst nicht zu erreichen. "Der Kreis der Mitwisser und Mittäter" könne sich noch ausweiten, berichtete das Magazin unter Berufung auf eine mit der Aufklärung betraute Person.

VW dementiert

Der VW-Konzern hat den Bericht unterdessen zurückgewiesen. "Die Zahl entbehrt jeglicher Grundlage", sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch.

Der betroffene Dieselmotor EA 189 sei im Laufe seiner Einsatzzeit von 2008 bis heute mehrfach darauf geprüft worden, ob er geänderte Abgasnormen in verschiedenen Märkten erfülle. Dass dieser Motor die Vorschriften ohne die teure Abgasreinigung erreichte, die sonst bei Diesel-Antrieben üblich sei, hätte "jeden Motorenentwickler misstrauisch machen müssen", sagte ein VW-Manager dem "Spiegel".

Der neue VW-Chef Matthias Müller hatte auf einer Betriebsversammlung vergangene Woche erklärt, dass "nur wenige Mitarbeiter" an der Manipulation beteiligt gewesen seien. Der Wolfsburger Autobauer arbeitet derzeit den größten Skandal in seiner Unternehmensgeschichte auf.

VW hatte in den USA Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß als im Normalbetrieb führte. Weltweit wurde die Software in bis zu elf Millionen Autos eingebaut. Die US-Kanzlei Jones Day ist mit der Aufklärung betraut.

afp/dpa

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