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10:43 05.12.2015
Niedersachsen hängt mit den Löhnen hinterher. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Die Beschäftigten in Niedersachsen liegen beim Bruttoverdienst im Bundesvergleich deutlich zurück. Vollzeitbeschäftigte hatten 2014 einen Jahresverdienst von durchschnittlich 43 822 Euro. Dies sind nach einer vom Landesamt für Statistik (LSN) in Hannover veröffentlichten Erhebung zwar 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bundesweit erhöhten sich die Bruttoverdienste allerdings im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent auf durchschnittlich 46 575 Euro.

Die Niedersachsen verdienten damit pro Jahr im Schnitt 2753 Euro oder umgerechnet rund 229 Euro pro Monat weniger als der Durchschnittsdeutsche. Im Vergleich mit allen westdeutschen Ländern lagen die Niedersachsen sogar um jährlich 4600 beziehungsweise monatlich 383 Euro zurück.

Das Wirtschaftsministerium in Hannover sieht einen Grund dafür in der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur der einzelnen Bundesländer. "In anderen Ländern gibt es mehr Großunternehmen und Unternehmen aus Branchen, in denen höhere Löhne bezahlt werden", sagte Sprecher Stefan Wittke. Beispiele seien die Finanzwirtschaft in Hessen oder die Pharmaindustrie in Süddeutschland.

Das bundesweit meiste Geld verdienen Vollzeitbeschäftigte in Hamburg. Sie brachten es auf brutto 52 950 Euro im Jahr. Es folgen Hessen (52 199), Baden-Württemberg (50 090) und Bayern (49 419 Euro). Schlusslichter beim Verdienst sind die Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern (33 870) und Thüringen (34 816 Euro pro Jahr). Der Durchschnittsverdienst in Bremen lag bei 47 747 Euro.

"In einem Flächenland wie Niedersachsen mit wenigen Großstädten sind die Löhne im Vergleich zu Bundesländern mit vielen Großstädten niedriger", sagte Ministeriumssprecher Wittke. «Im ländlichen Raum sind die Löhne in der Tendenz immer niedriger als in der Stadt."

Unabhängig davon hat sich der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen in Niedersachsen anders als in den Vorjahren wieder etwas vergrößert. Frauen verdienten gemessen am Bruttostundenverdienst (Voll- und Teilzeit) rund 22 Prozent weniger als Männer. Dieser Abstand entspricht dem Bundesdurchschnitt. 

dpa

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