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Niedersachsen Land rüstet seine Häfen für 194 Millionen Euro auf
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Land rüstet seine Häfen für 194 Millionen Euro auf
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00:15 05.09.2016
Von Michael B. Berger
Fest vertäut: Für den Jade-Weser-Port hat das Land große Pläne. Quelle: dpa
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Hannover

Besonders kräftig investiert das Land aktuell in Cuxhaven, wo direkt an der Schifffahrtslinie das „Deutsche Offshore-Industriezentrum“ entstehen soll. In dessen Nähe will auch Siemens eine Fabrik zur Fertigung von Gondeln für Windenergieanlagen errichten. In Emden soll zudem ein zusätzlicher Großschiffsliegeplatz an der Außenems entstehen.

In einem 40-seitigen Perspektivpapier hat Lies auflisten lassen, was bis 2020 allein in die Häfen an der Deutschen Bucht investiert wird, die zur Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts gehören. Hier gehen nach Cuxhaven 69,8 Millionen Euro, nach Brake 23,4 Millionen, nach Wilhelmshaven 16,3 Millionen, nach Norden/Norddeich 9,6 Millionen Euro und nach Emden insgesamt 84,7 Millionen Euro. Lies mahnte eine wesentlich stärkere Zusammenarbeit der deutschen Häfen an, die weniger im Wettbewerb untereinander stünden, sondern mit Zeebrugge, Antwerpen, Rotterdam oder Amsterdam konkurrierten.

Weiter im Blick hat das Land auch die Entwicklung des Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven, des Jade-Weser-Ports. Hier möchte Lies im nächsten Jahr ein Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung des Hafens eröffnen, weil er fest daran glaubt, dass in absehbarer Zeit die Containerschiffe noch wesentlich größer werden. Auch wenn Weser und Elbe vertieft werden würden, könnten diese größeren Schiffe der neueren Generation nicht mehr vollbeladen Hamburg oder Bremerhaven anlaufen. „Wenn wir in Wilhelmshaven perspektivisch bei einer Umschlagmenge von einer Million Containern sind, können wir die zweite Baustufe in Angriff nehmen“, sagte Lies der HAZ. Im vergangenen Jahr sei man in Wilhelmshaven bei 460 000 Containern gewesen, habe aber einen „rasanten Anstieg“ gegenüber dem Vorjahr gehabt. „Wir schauen ganz genau auf das laufende Jahr, weil sich die Reeder derzeit neu orientieren“, sagte der Minister. „Wenn wir den Hafen richtig in Schwung bringen, kann die eine Million erreicht werden, und dann kann auch das Planfeststellungsverfahren beginnen.“ Wie viel die Hafenerweiterung kosten werde, könne man heute noch nicht sagen. Nach den Berechnungen des Landes stößt der Wilhelmshavener Terminal bereits 2027 an seine Kapazitätsgrenzen.

Mit Spannung blickt der Minister auf einige Gerichtsurteile zur anstehenden Vertiefung von Flüssen, die Umweltschützer verhindern wollen. „Für die Ems sind wir zuversichtlich, dass das Planfeststellungsverfahren zügig umgesetzt werden kann. Bei der Weser bin ich mir nicht sicher, was auf uns zukommt. In jedem Fall muss die Befahrung bis Brake zwingend gesichert werden“, sagte Lies. Bisher ist noch eine Befahrung bis Bremen geplant.

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