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Niedersachsen trinken immer weniger Bier

Gegen den Bundestrend Niedersachsen trinken immer weniger Bier

Auch die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer hat nichts genützt: Die Menschen in Niedersachsen und Bremen trinken immer weniger Bier. Der Absatz ist sogar stärker als im Bundestrend gesunken. Einer der wenigen Gewinner: die Privatbrauerei Herrenhausen.

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Der Absatz in Niedersachsen ist stärker gesunken als im Bundesdurchschnitt.

Quelle: dpa

Hannover. Die Brauereien in Niedersachsen und Bremen haben 2014 entgegen dem Bundestrend einen sinkenden Bier-Absatz verzeichnet. Während der Brauerbund bundesweit erstmals seit acht Jahren einen leicht ansteigenden Gesamtabsatz verkündete, sank er nach vorläufigen Zahlen in den beiden Bundesländern unter den Wert von 2013: Bis Ende November lag der Absatz um 8,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 7,3 Millionen Hektolitern.

"Der Dezember wird da nicht so viel rausgeholt haben", erklärte ein Brauerbund-Sprecher am Dienstag. Amtliche Zahlen werden Ende Januar erwartet. Nach den Hochrechnungen stieg der bundesweite Bierabsatz 2014 leicht um ein Glas pro Kopf.

Produktionsverlagerungen spielen eine Rolle

Der Trend ist aber auch in Niedersachsen und Bremen uneinheitlich, wo nach Angaben des Brauerbunds etwa Produktionsverlagerungen großer Brauereien die Bilanz beeinträchtigen. Beim Deutschland-Ableger des Getränkekonzerns Anheuser-Busch InBev, zu dem Marken wie Beck's, Gilde oder Franziskaner gehören, spricht man in der Rückschau aufs Jahr 2014 von einer "stabilen Entwicklung" am deutschen Biermarkt.

Mehr als Bier bietet die Herrenhäuser Brauerei: Mit viel Musik startete am Freitag mit 5000 Gästen das Fest auf dem Betriebsgelände.

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"Langfristig betrachtet verliert der Biermarkt in Deutschland seit Jahren allerdings Volumen von fast einer Million Hektolitern jährlich", betonte ein Unternehmenssprecher. Das in Bremen ansässige Unternehmen hat sich vor diesem Hintergrund auf seine Hauptmarken konzentriert und auch Preiserhöhungen durchgesetzt, um die Rentabilität zu erhöhen.

"Nach Jahren der Stagnation oder des Rückgangs ist es 2014 endlich wieder aufwärts gegangen", sagte dagegen der Sprecher der Einbecker Brauhaus AG, Ingo Schrader. Der Absatz der Marke Göttinger Bier sei beispielsweise um elf Prozent geklettert. Beim alkoholfreien Bier habe es ein Absatzplus von sieben Prozent gegeben. Konkrete Zahlen wollte Schrader vor der Aktionärsversammlung am 3. Juni nicht nennen. "Ein Grund für die positive Entwicklung war sicher auch die Fußball-Weltmeisterschaft."

Wachstum bei Herrenhäuser von 4,9 Prozent

Über einen ähnlichen Trend berichtetet auch die 1868 gegründe Privatbrauerei Herrenhausen in Hannover. Sie verzeichnete 2014 ein Wachstum von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und steigerte den Absatz von 122 500 auf 128 500 Hektoliter.

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