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Geschäfte mit starkem Rückenwind

Nord/LB provitiert von grüner Energie Geschäfte mit starkem Rückenwind

Die Norddeutsche Landesbank hat sich vor rund einem Jahrzehnt entschieden, im größeren Stil in das Geschäft mit erneuerbaren Energien zu investieren. Diese Entscheidung zahlt sich jetzt aus.

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Bereit zur Montage: Rotorblätter für einen Windpark des Nord/LB-Geschäftspartners Steag New Energies im brandenburgischen Ullersdorf.

Quelle: Steag

Hannover. Die Bank gehört heute zu Europas führenden Finanzierern von Windkraftprojekten - und will auf diesem Gebiet weiter wachsen.

Schon Ende 2013 hatte der Konzern insgesamt 7,7 Milliarden an Darlehen für Wind-, Solar- und Biogasanlagen in den Büchern, und der Bereich wächst weiter. Innerhalb von zwei Jahren hat er um fast 50 Prozent zugelegt, wobei der größte Teil auf die Stromerzeugung aus Wind entfällt. „Wir wollten eine Nische besetzen, wo wir gut sind und wo der Markt stark wächst“, sagt Heiko Ludwig. Er leitet bei der Nord/LB das 15-köpfige Team, das für dieses Geschäft in Europa zuständig ist. Sein Hauptarbeitsplatz und zugleich sein Wohnsitz ist in London, weil dort die großen Investoren und die passenden Mitarbeiter eher zu finden sind als in Hannover.

„Wir haben uns ganz auf die erneuerbaren Energien konzentriert und wurden dafür anfangs belächelt“, sagt der Bankmanager. Dies sei heute vorbei. Die Nord/LB habe bei der Entwicklung dieses Bereichs sehr von ihrem Standort profitiert. Schließlich ist Norddeutschland die Wiege der Windkraftbranche, hier finden sich so wichtige Mitspieler wie Enercon, Nordex und Senvion (früher Repower). „Diese Erfolgsstory hat sich direkt vor unserer Haustür entwickelt, deshalb können wir unseren Kunden den Markt gut erklären.“

Die Finanzierung von Windparks hat aus Bankensicht einige Besonderheiten. So ist speziell der Bau von Offshore-Anlagen auf hoher See mit einigen technischen Risiken verbunden, zudem hängt der Ertrag eines Windkraftwerks stark vom Windaufkommen ab, auch „Ernte“ genannt. Da es sich um langfristige Investitionen handelt, braucht es daher ausgefeilte, standortgebundene Windprognosen. So beschäftigt die Bank für dieses Geschäft auch Ingenieure, Mathematiker und Physiker. Benötigt werden zudem Juristen mit Spezialkenntnissen - etwa der jeweiligen nationalen Regelungen in Sachen Einspeisevergütung, welche sich von Land zu Land stark unterscheiden.

Die Nord/LB und ihre Tochter Bremer Landesbank stecken bis zu 100 Millionen Euro in ein Einzelprojekt, nehmen jedoch häufig auch andere Anleger ins Boot. Derzeit profitiert die Bank davon, dass Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen wegen der Mini-Zinsen am Kapitalmarkt händeringend nach alternativen Anlagemöglichkeiten suchen. Für sie sind Windparks interessant, weil sie einen langfristig relativ stabilen Geldfluss garantieren - also genau das, was solche Großanleger benötigen. Und die Nord/LB kann so einen Teil ihres Risikos weitergeben.

Ludwig erwartet, dass der Markt weiterhin starken Rückenwind hat. Daran dürfte auch das derzeitige Preistief beim Rohöl nichts ändern. Langfristig seien fast alle Länder dabei, den Anteil der erneuerbaren Energien massiv auszubauen. Zudem sorge der technische Fortschritt für deutlich sinkende Kosten. In einigen Regionen wie etwa in Schottland oder Irland sei die Stromerzeugung aus Wind deswegen inzwischen schon ohne Förderung mit Erzeugungskosten von unter 10 Cent je Kilowattstunde konkurrenzfähig.

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