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NordLB stößt Schiffsbeteiligungen ab

Für 1,3 Milliarden Euro NordLB stößt Schiffsbeteiligungen ab

Die Norddeutsche Landesbank will ihren riesigen Bestand an Schiffskrediten kräftig abbauen – und kommt gut voran. Dabei hilft ihr jetzt auch der US-Investor KKR. Zusammen mit einem Staatsfonds nimmt er der Bank Schiffsfinanzierungen im Nominalwert von etwa 1,3 Milliarden Euro ab.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Damit kann sich die Bank von bis zu 100 Schiffen trennen.

Nach Angaben der Bank enthält das Kreditbündel, das nun den Besitzer wechselt, „leistungsgestörte als auch nicht leistungsgestörte“ Darlehen. Die Bank sitzt wie andere große Schiffsfinanzierer wegen der jahrelangen Krise auf den Schifffahrtsmärkten auf einem Berg von faulen Krediten. Auch dafür gibt es jedoch einen Markt, den die New Yorker Beteiligungsgesellschaft KKR nun offenbar stärker ins Visier nimmt.

Sie will dazu laut Nord/LB eine „Schiffsportfolio-Managementgesellschaft“ gründen, die auch anderen Investoren den Einstieg in diesen Markt ermöglichen soll. Bei dem Partner von KKR soll es sich dem Vernehmen nach um einen chinesischen Staatsfonds handeln. Indirekt bleibt auch die Landesbank mit an Bord. Die Übernahme des Schiffsportfolios durch die Investoren wird zu Beginn teilweise mit einem Kredit finanziert, den die Nord/LB zur Verfügung stellt. Es sei jedoch geplant, andere Investoren zu gewinnen, die diese Anteile übernehmen, hieß es bei der Nord/LB.

Nord/LB-Chef Gunter Dunkel äußerte sich erfreut über das Geschäft mit KKR. Es steht allerdings noch unter Vorbehalt, weil noch einige Bedingungen zu erfüllen sind. „Mit dieser Transaktion stellt die Bank erneut ihre Attraktivität für international renommierte Investoren unter Beweis.“ Zudem führe die Transaktion „zu einer deutlich spürbaren Verringerung unseres Schiffsfinanzierungs-Exposures“.

Die Bank will den Bestand an Schiffskrediten von derzeit etwa 18 Milliarden Euro in den nächsten Jahren auf 12 bis 14 Milliarden Euro verringern. Sie gehört zu den größten Akteuren in diesem Markt, der den Banken und Kapitalgebern bis zum Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 viel Freude machte. Danach kam es zu einem Einbruch der Weltschifffahrtsmärkte, die sich davon bis heute nicht erholt haben. Die Frachtraten sind teilweise so tief gefallen, dass die Einnahmen nicht mehr reichen, um Zinsen und Tilgung vereinbarungsgemäß zu leisten. Deshalb müssen die Banken entsprechende Rückstellungen in ihrer Bilanz bilden.

Die Nord/LB will ihre Bilanz jetzt zügig bereinigen und ist deshalb im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Auch für das Gesamtjahr hat sie rote Zahlen angekündigt. Noch trüber sieht es allerdings bei der Tochter Bremer Landesbank aus, die noch stärker von den Schiffskrediten abhängig ist. Weil der Verlust einen großen Teil des Eigenkapitals aufzehrt, steht ihre Eigenständigkeit auf der Kippe. Voraussichtlich wird sie in den Nord/LB-Konzern eingegliedert.

 

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Entscheidung

Die NordLB übernimmt die Bremer Landesbank komplett. Damit sind am späten Mittwochabend die Würfel um die Zukunft der Bank gefallen, die an der Lage auf den Schiffsmärkten leidet. In Bremen herrscht derweil Katerstimmung: Das Land verliert Geld und ein Stück Eigenständigkeit.

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