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Nordafrika-Unruhen verderben Tui-Bilanz

Reisekonzern Nordafrika-Unruhen verderben Tui-Bilanz

Das Geschäft mit Pauschalreisen läuft wieder bestens und viele Europäer haben ihre Urlaubskasse aufgestockt. Den Reisekonzern Tui plagen dennoch Sorgen: Der arabische Frühling schlägt stärker ins Kontor als erwartet und hohe Spritkosten belasten die Schifffahrt.

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Der Tui-Konzern konnte von einer gestiegenen Reiselust profitieren.

Quelle: dpa

Hannover. Die Unruhen in Nordafrika und rote Zahlen bei der Restbeteiligung an Hapag-Lloyd haben Europas größtem Reisekonzern Tui zuletzt das Ergebnis verdorben - obwohl die Reiselust gestiegen ist. Vor allem in Frankreich habe der Nachfrageeinbruch in den arabischen Ländern nicht durch andere Angebote kompensiert werden können, berichtete Tui am Donnerstag in Hannover. Aber auch eine geringe Auslastung und hohe Rabatte in den ägyptischen Tui-Hotels machten dem Konzern zu schaffen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres (bis 30. Juni) verringerte sich der Konzernverlust im Vergleich zum Vorjahr dennoch um 22,7 Prozent auf 343,2 Millionen Euro. Höhere Gästezahlen und Durchschnittspreise führten zu einem Umsatzplus von gut neun Prozent auf rund 10,8 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte jedoch auch die Aschewolke aus dem Vulkan Eyjafjallajökull mit tagelangen Flugausfällen das Konzernergebnis um 128 Millionen Euro gedrückt, hinzu kamen hohe Rabatte wegen der Wirtschaftskrise. Gewinne fallen bei Reisekonzernen hauptsächlich in der Sommersaison an.

Hohe Treibstoffkosten sind Hauptursache für Verluste

Im vergangenen Jahr waren dem Konzern allein im dritten Geschäftsquartal aber aus der Beteiligung an der Containerreederei Hapag-Lloyd noch 74,5 Millionen Gewinn zugeflossen - in diesem Jahr waren es fünf Millionen Verluste. Hohe Treibstoffkosten, die wegen des scharfen Wettbewerbsdrucks nicht an die Kunden weitergeleitet werden konnten, sind laut Tui der Hauptgrund dafür. Zugleich sei nach der Katastrophe in Japan die Transportnachfrage gesunken und der schwache Dollar habe sich negativ ausgewirkt, teilte Hapag-Lloyd mit.

Tui will seine restliche Reederei-Beteiligung von 38,4 Prozent verkaufen oder an die Börse bringen. Beide Optionen würden weiter geprüft, sagte Finanzvorstand Horst Baier. Auch für das Geschäftsjahr 2010/11 insgesamt rechne Tui mit einem geringeren Ergebnisanteil aus der Reedereibeteiligung als ursprünglich erwartet. Das könne auch durch die gut laufenden Geschäfte mit Pauschalreisen nicht ausgeglichen werden. Angesichts der aktuellen Buchungslage rechnet der Konzern aber für das Gesamtjahr weiter mit einem positiven Konzernergebnis und mit einem höheren Umsatz als im Vorjahr.

Besonders kräftig sei derzeit die Nachfrage nach Pauschalreisen, heißt es im Zwischenbericht weiter. Auch der Hotelbereich laufe zuletzt gut, die Auslastung der Betten habe von 72,7 auf 76 Prozent gestiegen. In der Neun-Monats-Bilanz war die Umsatz- und Ergebnisentwicklung jedoch negativ - vor allem wegen der Probleme in Ägypten. Stark gefragt seien auch die Kreuzfahrten. Sowohl bei den teuren Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten, die komplett bei Tui angesiedelt sind, als auch beim Joint Venture Tui Cruises mit der Marke „Mein Schiff“ sei die Auslastung der Flotten deutlich gestiegen.

dpa

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