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Niedersachsen Obama-Besuch befeuert die Hannover Messe
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Obama-Besuch befeuert die Hannover Messe
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07:43 20.04.2016
Gastland der Hannover Messe sind die USA. Quelle: dpa
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Hannover

Die weltgrößte Industrieschau Hannover Messe stößt mit dem diesjährigen Partnerland USA auf großes Interesse. „Die Aufmerksamkeit war nie größer“, sagte Messevorstand Jochen Köckler. Auch die Prominenz der Teilnehmer sei außergewöhnlich hoch. US-Präsident Barack Obama wird mit drei seiner Minister zur gemeinsamen Messe-Eröffnung mit Kanzlerin Angela Merkel am Sonntag zur Weltleitmesse (25.-29. April) erwartet.

Überschattet wird die Messe von diversen Einschränkungen und Behinderungen, darunter einem Warnstreik im öffentlichen Dienst. Am Dienstag konzentriert sich der Arbeitskampf auf Hannover, wo auch die Verkehrsbetriebe bestreikt werden. Der Betrieb soll ganz eingestellt werden. Ende März hatte bereits die geplante Sperrung der ICE-Strecke Kassel-Hannover zur Messezeit für Verärgerung gesorgt. Nun sollen an den Messetagen morgens und abends je zwei zusätzliche ICE von Frankfurt Flughafen über Frankfurt Süd nach Hannover Messe fahren.

Die strengen Sicherheitsvorkehrungen stoßen nicht überall auf Verständnis. Die großflächige Luftraumsperrung während Obamas Besuch am Wochenende in Hannover hatte zu empörten Pilotenprotesten geführt. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) reduzierte nach Rückfragen jedoch die zeitliche Befristung der Beschränkungen des Luftraums vor Ort.

Auf der Messe mit dem Kernthema einer zunehmend vernetzten Industrie sollen mehr als 100 Anwendungsbeispiele gezeigt werden. Einer der Schwerpunkte wird die vorausschauende Wartung sein, bei der bestimmte Maschinenteile den Betreiber schon vor einem Ausfall auf Schwachstellen hinweisen. Der zweite ist der Informationsaustausch zwischen den Maschinen. Obama will seinen unter größten Sicherheitsbedingungen stattfindenden Besuch bei der Hannover Messe auch dazu nutzen, um das umstrittene transatlantische Handelsabkommen TTIP vor dem Ende seiner Amtszeit unter Dach und Fach zu bringen.

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warnte vor einem Scheitern von TTIP. „TTIP ist auf absehbare Zeit die wohl letzte große Chance, den Welthandel im transatlantischen Interesse mitzugestalten und demokratische Prinzipien für fairen und freien Handel zu verankern“, sagte Kramer. DGB-Chef Reiner Hoffmann rief Obama dazu auf, das Abkommen für fairen Welthandel und die Verankerung von Arbeitnehmerrechten zu nutzen.

Von Ralf Krüger 

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