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Öko-Landbau soll sich verdoppeln

Landesregierung will die Förderung erhöhen Öko-Landbau soll sich verdoppeln

Der Öko-Landbau in Niedersachsen gewinnt langsam, aber stetig an Bedeutung: In diesem Jahr haben bisher rund 140 Bauern ihre Betriebe von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umgestellt, wie das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte.

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Frisch geerntete Bio-Bohnen: Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt – aber die ökologisch genutzte Agrarfläche in Niedersachsen liegt weit unter Bundesschnitt.

Quelle: dpa

Hannover. Dadurch wuchs die ökologisch genutzte Agrarfläche auf 82 500 Hektar. Das ist zwar ein Rekordwert, insgesamt aber beträgt der Anteil der Öko-Bauern an der landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche nur rund 3 Prozent – der bundesweite Durchschnitt liegt doppelt so hoch.

„In Niedersachsen setzen die Bauern traditionell auf eine intensive Produktion, die auf einen maximalen Output zielt“, sagte Jürn Sanders, Leiter des Arbeitsbereichs Umwelt und Nachhaltigkeit beim Braunschweiger Thünen-Institut, das die Entwicklung ländlicher Räume im Auge hat. Hinzu kämen die politischen Rahmenbedingungen: „Frühere Landesregierungen haben sich bei der Förderung des Öko-Landbaus eher zurückgehalten.“
Das soll sich nun ändern. „Unser Ziel ist die Verdoppelung der Zahl der ÖkoBetriebe bis 2025“, erklärte der grüne Agrarminister Christian Meyer am Donnerstag in Hannover. Zusammen mit dem Handel und Bauernverbänden hat die Landesregierung einen Aktionsplan Öko-Landbau beschlossen: So soll in diesem Jahr die Prämie, die Landwirte für den Umstieg auf Bio bekommen, von derzeit 364 auf 403 Euro pro Hektar steigen. Bewirtschaften sie ihr Land drei Jahre später weiterhin nach Öko-Kriterien, erhalten sie künftig 273 Euro pro Hektar – bisher sind es 234 Euro. Außerdem soll der Bereich Bio-Landwirtschaft in der Ausbildung gestärkt werden.

Das regionale Bio-Angebot kann derzeit nicht mit der Nachfrage mithalten. Bundesweit stieg 2015 der Umsatz mitBio-Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Dem steht nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ein Flächenwachstum im Öko-Landbau von gerade einmal 2 Prozent gegenüber. „Wir streben in den kommenden Jahren ein Wachstum von 8 Prozent an“, sagte Meyer. Die Zahl der Bio-Unternehmen soll sich bis 2025 verdoppeln. Derzeit gibt es rund 1650 Öko-Betriebe in Niedersachsen.

Die ehrgeizigen Ziele hören Bio-Bauern gern – sie zweifeln jedoch an der Umsetzbarkeit. „Noch immer gibt es bei vielen Bauern Vorurteile und Skepsis gegenüber der Bio-Landwirtschaft“, sagte die Geschäftsführerin des niedersächsischen Kompetenzzentrums Ökolandbau, Carolin Grieshop. Viele Regionen konzentrierten sich nahezu ausschließlich auf Tierhaltung oder Ackerbau. Der Öko-Landbau erfordere aber vor allem Vielfalt. „Das ist in den spezialisierten Regionen nur schwer umzusetzen“, sagte Grieshop.

Zudem konkurrieren die Bio-Bauern mit der konventionellen Landwirtschaft um ein knappes Gut: Die Kauf- und Pachtpreise für Ackerland sind zuletzt deutlich gestiegen. „In den vergangenen Jahren haben wir Flächen verloren, weil unsere Mitglieder die hohen Pachtpreise nicht mehr zahlen konnten“, sagte Harald Gabriel von der Landesvereinigung Ökologischer Landbau.

Von Matthias Arnold
und Jens Heitmann

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