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Oldenburgische Landesbank steigert Gewinn vor Verkauf

Private Bank Oldenburgische Landesbank steigert Gewinn vor Verkauf

Die Allianz will die Oldenburgische Landesbank loswerden und diese hat ihren Gewinn im Vergleich zu 2015 deutlich gesteigert. Die guten Zahlen könnten dabei helfen, die private Bank zu verkaufen.

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Die Oldenburgische Landesbank ist eine rein private Bank.

Quelle: Archiv

Oldenburg/Hannover. Rechtzeitig zum gerade laufenden Verkauf hat sich die Oldenburgische Landesbank hübsch gemacht. Jetzt berichtete sie über einen kräftigen Gewinnsprung im vergangenen Jahr. Dies könnte ihrem Haupteigentümer Allianz bei den Verkaufsverhandlungen helfen. Der Versicherungskonzern hatte Ende September mitgeteilt, dass er die Tochter in Nordwestdeutschland loswerden will. Angeblich gibt es derzeit drei Interessenten.

Sonderfaktoren spielen Rolle

Nach vorläufigen Zahlen hat die Bank ihren Vorsteuergewinn vergangenes Jahr im Vergleich zu 2015 um fast 60 Prozent auf mehr als 54 Millionen Euro gesteigert, nach Steuern fiel der Überschuss mit gut 35 Millionen Euro fast doppelt so hoch aus. Zwar spielten dabei auch Sonderfaktoren eine Rolle, aber mit ihrem kräftigen Gewinnanstieg unterscheidet sich die nach eigener Darstellung größte private Regionalbank in Deutschland von vielen Konkurrenzinstituten, die über Ertragsschwund stöhnen. Die Norddeutsche Landesbank in Hannover mit ihrer Tochter Bremer Landesbank kündigte sogar schon einen gewaltigen Verlust an – was allerdings allein mit den Riesenabschreibungen auf ihre Schiffskredite zu tun hat.

Banken mit Problem

Die deutschen Banken bekommen nach Einschätzung der Bundesbank immer mehr Probleme, profitabel zu wirtschaften. Man müsse sich fragen, ob und wie die Institute auf längere Frist gesehen noch genügend Geld mit ihrem Geschäft verdienen können, sagte Notenbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret dem Berliner „Tagesspiegel“: „Ich mache mir zunehmend Sorgen um die nachhaltige Ertragskraft der Banken.“ Den Geldhäusern macht vor allem das Zinstief zu schaffen, das auch das klassische Kreditgeschäft belastet. „Die Zinsen werden auf absehbare Zeit niedrig bleiben. Banken, die meinen, sie könnten durch diese Phase einfach hindurchtauchen, werden mit der Zeit ernsthafte Probleme bekommen“, betonte der Frankfurter Notenbanker.

Die guten OLB-Zahlen könnten den vor vier Monaten in Gang gesetzten Verkaufsprozess fördern. Offiziell hüllt sich die Allianz allerdings über den Stand der Dinge weiter in Schweigen. Ende September hatte die Bank mitgeteilt, „dass die Allianz verschiedene strategische Alternativen für die teilweise oder vollständige Reduzierung ihres Anteilsbesitzes an der OLB prüft und in diesem Zusammenhang auch Gespräche mit interessierten Parteien über einen möglichen Verkauf führt“.

Dem sei nichts hinzuzufügen, hieß es jetzt in Oldenburg. Nach Angaben aus Finanzkreisen soll es drei heiße Kandidaten geben – neben der schon früher genannten Commerzbank sowie dem US-Finanzinvestor Apollo mittlerweile die österreichische Bank Bawag, hinter der der US-Fonds Cerberus steht.

200 Standorte im Nordwesten

Die OLB nennt sich zwar Landesbank, ist aber eine rein private Bank. Sie gehörte früher der Dresdner Bank und kam im Zuge der Übernahme der Bank durch die Allianz in den Besitz des Versicherungskonzerns. Mit ihren 450 000 Kunden und 2200 Mitarbeitern ist sie an rund 200 Standorten im Nordwesten Niedersachsens tätig. Sie gehört zu der Handvoll privater Banken, die in dem Bundesland ihren Hauptsitz haben. Dominierend sind hier die Sparkassen sowie – mit einigem Abstand – die Genossenschaftsbanken.

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