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Pelikan-Eigentümer auf Investorensuche

Traditionsunternehmen Pelikan-Eigentümer auf Investorensuche

Der malaysische Eigentümer des Schreibwarenkonzerns Pelikan will offenbar Teile seines Aktienpakets auf den Markt bringen. Der Mutterkonzern PICB lasse derzeit seine „verschiedenen strategischen Optionen bezüglich der Gesellschaft“ bewerten.

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Das Pelikan-Hauptgebäude in Hannover.

Quelle: Surrey (Archiv)

Hannover. Das berichtete Pelikan in einer Börsenpflichtmitteilung – „einschließlich der Ansprache neuer Investoren für die Gesellschaft durch einen Verkauf von Aktien“. Dazu hat PICB die Investmentbank BNP Paribas beauftragt.

Die Holding des Multimillionärs Hooi Keat Loo hält direkt und indirekt gut 98 Prozent an der Pelikan AG, die mittlerweile ihren Sitz in Berlin hat und an der Frankfurter Börse notiert ist. Loo hatte das 1838 in Hannover gegründete Traditionshaus vor 20 Jahren vom Metro-Gründer Otto Beisheim übernommen und durch Zukäufe und Fusionen zum europäischen Marktführer der Papier-, Büro- und Schreibwarenbranche geformt. Zu Pelikan zählen heute neben der Kernmarke noch Herlitz, Geha und Susy Card. Das Unternehmen kommt weltweit auf einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro und gut 800 Mitarbeiter.

Das zentrale Werk des Konzerns, wo vom Tuschkasten bis zum Luxus-Füller das Gros der mehr als 10 000 Pelikan-Produkte produziert wird, steht in Vöhrum bei Peine und beschäftigt gut 300 Mitarbeiter. Weitere gut 100 Beschäftigte sitzen in Hannover, wo der Vertrieb und einige administrative Funktionen angesiedelt sind. Die heutige Firmenzentrale in Falkensee bei Berlin war einst Sitz des Papierspezialisten Herlitz, bei dem Loo schon 2010 eingestiegen war.

Der malaysische Unternehmer ist schon länger auf der Suche nach fremden Investoren. Bereits im vergangenen Sommer hatte er über eine Kapitalerhöhung frisches Geld ins Unternehmen holen wollen, was gründlich schiefging. So gut wie niemand beteiligte sich. Schon damals gab Loo die Losung aus, dass „mit Eintreten der anvisierten operativen Erfolge“ neue Investoren angesprochen werden sollten.

Die Bedingung sieht der Mutterkonzern inzwischen offenbar als erfüllt an. Nach Zahlen vom November hat Pelikan in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 153 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis von 16 Millionen Euro erzielt. Mit dem Vorjahreszeitraum sind die Daten nicht zu vergleichen, weil damals noch nicht alle Gesellschaften bei Pelikan konsolidiert waren. Vergleichsweise vage berichtete Pelikan seinerzeit von einer „Stärkung des Eigenkapitals“ und einer „insgesamt verbesserten Finanzlage“. Der Aktie hat das keinen Auftrieb geben können. Pelikan und das Vorgängerpapier Herlitz sind seit Jahren auf Talfahrt. Die Papiere zählen mit einem Kurs von zuletzt 67 Cent zu den Penny-Stocks.  Insgesamt ist der Konzern gut 170 Millionen Euro wert.

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