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Niedersächsische Wirtschaftsgespräche Der Tempomacher

Die Digitalisierung wird die Wirtschaft nicht mehr ruhen lassen, sagt Philipp Rösler bei einer Veranstaltung der Unternehmerverbände Niedersachsen - und mit ihr die Menschen.

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Ex-FDP-Chef Philipp Rösler.

Quelle: Maurizio Gambarini

Hannover. Philipp Rösler ist ein Mann der Schnelligkeit. Er denkt schnell, redet schnell, handelt schnell. Gerade hat er auf dem Weltwirtschaftsforum im Davos wieder davon profitiert - als es darum ging, fast 50 Staats- und Regierungschefs zu "steuern", ohne dass sie es merken. Die Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen, koste "unheimlich viel Zeit", räumt er ein. Die kann schnell vergeudet sein, wenn man auf dem Podium in den Schweizer Alpen die Betreffenden dann falsch positioniert oder ihnen die Abfolge der Redebeiträge missfällt.

Schnelligkeit ist derzeit auch Röslers wichtigstes Thema, wenn es um die Entwicklung der Wirtschaft geht. Und es bestimmte auch seinen Auftritt vor giut 200 Gästen bei den "Niedersächsischen Wirtschaftsgesprächen" der Unternehmerverbände am Mittwoch in Hannover. Das Davoser Forum, das der frühere niedersächsische Wirtschaftsminister und Vizekanzler mit organisiert, hat sich zu großen Teilen damit beschäftigt. "Früher haben sich Anpassungen in der Wirtschaft immer in Generationen abgespielt", sagt der einstige FDP-Chef. "Inzwischen erleben die Menschen innerhalb eines Berufslebens gleich mehrere einschneidende Änderungen."

Die Digitalisierung aller Branchen habe die Veränderungsgeschwindigkeit dramatisch steigen lassen, sagt Rösler. Noch stritten sich Taxiunternehmer weltweit mit dem Fahrtenvermittler Uber über die Zukunft des Gewerbes, da mache sich schon die Technologie selbstfahrender Autos daran, sowohl Uber als auch die Taxis überflüssig zu machen. Sowohl wirtschaftliche als auch politische Entscheidungsprozesse hätten sich dem digitalen Tempo jedoch noch nicht angepasst.

Rösler gehört seit 2014 zum Vorstand des "World Economic Forum", jener von Klaus Schwab 1971 gegründeten Luxus-Organisation, bei der Unternehmen nur ab einem Jahresumsatz von 5 Milliarden Euro Mitglied werden können. Erst vor gut drei Wochen hatte das WEF, das wie das Olympische Komitee und das Rote Kreuz in der Schweiz den Status einer internationalen Organisation genießt, wieder nach Davos geladen - und neben vielen Politikern auch 900 Vorstandschefs angezogen.

Das dominierende Thema neben der Digitalisierung waren die Flüchtlingsströme, mit deren Bewältigung Europa und vor allem Deutschland derzeit kämpft. In Davos sei jedoch auch deutlich geworden, wie groß gerade die Lasten seien, die direkte Nachbarn des vom Bürgerkrieg geplagten Syrien zu tragen hätten, sagt der 42-Jährige. "Die Türkei, der Libanon oder Jordanien stehen vor viel größeren Herausforderungen." Dort seien Millionen Menschen gestrandet, ohne eine Perspektive zu haben.

Auch deshalb unterstützt der Hannoveraner, der inzwischen in Genf lebt, eine Initiative Jordaniens, das für Sonderwirtschaftszonen in den syrischen Nachbarländern plädiert. Damit könnten vom Krieg vergraulte Unternehmen wieder in die Region zurückgeholt und den Menschen Arbeit gegeben werden. Der frühere britische Premier Gordon Brown präsentierte zudem die Idee eines Bildungsfonds, der Unterricht für eine Million Kinder finanzieren soll, die in den Regionen derzeit ohne Schule sind. Das alles seien kluge Ansätze, vor Ort zu helfen, so Rösler. Sie brauchten aber die nötigen Finanzhilfen aus dem Westen.

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