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Schienenfahrzeugwerk

Positive Signale für Alstom-Mitarbeiter in Salzgitter

Von Dirk Stelzl

Möglicherweise können die befürchteten Massenentlassungen im Schienenfahrzeugwerk in Salzgitter abgewendet werden - die Betriebsräte sind zuversichtlich. Eine Entwarnung gibt es allerdings noch nicht.
Mitarbeiter der Firma Alstom demonstrieren gegen einen möglichen Stellenabbau.

Mitarbeiter der Firma Alstom demonstrieren gegen einen möglichen Stellenabbau.

© dpa

Nach einem Gespräch mit Vertretern des Alstom-Managements am Flughafen Hannover sind die Betriebsräte zuversichtlicher, die befürchteten Massenentlassungen im Schienenfahrzeugwerk in Salzgitter abwenden zu können. Die Beschäftigten hätten einen „riesigen Schritt in Richtung Standortsicherung“ gemacht, teilte die IG Metall Salzgitter-Peine am Freitag mit und sprach von einem „ersten Durchbruch“.

Der französische Konzern stellte hingegen klar, dass bei dem Treffen „keine konkreten Maßnahmen“ diskutiert worden seien. Weitere Angaben machte er nicht. Rund 150 Alstom-Beschäftigte waren mit nach Hannover gekommen, um am Tagungsort für einen Erhalt der Arbeitsplätze zu demonstrieren.

„Eine Entwarnung können wir nicht verkünden“, sagte Betriebsrat Bernd Eberle nach dem Gespräch mit dem deutschen Management von Alstom Transport sowie Vertretern der Konzernzentrale. Es gebe jedoch Signale, dass Massenentlassungen vom Tisch seien und man durch gemeinsame Anstrengungen zur Verringerung der Kosten in dem Werk eine Beschäftigungssicherung erreichen könne. Auch der Standort Salzgitter solle bei neuen Aufträgen für die Alstom-Bahntechniksparte weiterhin berücksichtigt werden. „Die Marktentwicklung ist positiv. Die Frage ist nur: Was bekommen wir davon ab?“

Ihre größere Zuversicht begründen die Arbeitnehmervertreter damit, dass die Alstom-Manager entsprechenden Schlussfolgerung des Betriebsrats nicht widersprochen und Zustimmung signalisiert hätten. Man habe aber keine formellen Beschlüsse gefasst, räumte Eberle ein. „Es ist nichts unterschrieben worden.“

Der Konzernbetriebsvorsitzende Udo Belz hat dem Management die kurzfristige Bildung einer Arbeitsgruppe vorgeschlagen, die Vorschläge zur Beschäftigungssicherung erarbeiten soll. Alstom äußerte sich nicht dazu, ob ein solches Gremium ins Leben gerufen werden soll. Management und Betriebsrat hätten vereinbart, die Gespräche fortzusetzen, hieß es allerdings in einer Mitteilung des Unternehmens. Dies deutet darauf hin, dass Alstom den Konflikt um das Werk entschärfen möchte.

Bei einem Treffen europäischer Alstom-Betriebsräte zwischen dem 23. und 25. Februar will Konzernchef Patrick Kron die künftige Strategie der Transportsparte präsentieren. Am Mittwoch hatten in Salzgitter mehr als 2500 Menschen gegen einen Jobabbau protestiert. Betriebsrat und IG Metall äußerten die Befürchtung, dass bis zu 1400 von 2800 Stellen abgebaut werden könnten.

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