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Otto Bock liebäugelt mit Börsengang

Prothesen- und Rollstuhlspezialist Otto Bock liebäugelt mit Börsengang

Der Duderstädter Prothesen- und Rollstuhlspezialist Otto Bock will sein Kerngeschäft an die Börse bringen. Rund 25 Prozent der Aktien sollen 2017 am Frankfurter Kapitalmarkt platziert werden, sagte Unternehmer Hans Georg Näder der HAZ.

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Im Bereich Prothesen ist Otto Bock Weltmarktführer.

Quelle: Peter Endig

Hannover. Die Papiere werden zum Teil aus einer Kapitalerhöhung, aber auch aus dem Bestand der Eigentümerfamilie stammen. Näder rechnet mit einer großen Resonanz unter den Investoren. „Man kann davon ausgehen, dass das ein Knaller wird“, sagte er. Schließlich kämen in Deutschland nicht oft „Blue Chips aus dem deutschen Mittelstand“ auf den Markt.

„Wir werden das Beste aus zwei Welten verbinden“, sagte der 53-Jährige. Mit einem Börsengang könne Otto Bock leichter Kapital für das künftige Wachstum beschaffen und zudem attraktiver für Spitzenpersonal werden. Gleichzeitig soll die Entscheidungsgewalt in wichtigen Fragen bei der Eigentümerfamilie bleiben. „So können wir unsere Kultur und unsere Werte bewahren“, umschrieb es Näder.

Dazu soll das Unternehmen in eine SE & Co. KGaA umgewandelt werden. Diese noch vergleichsweise junge Rechtsform ermöglicht die Verbindung von europäischer Aktiengesellschaft (SE) und Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Eine SE kann beispielsweise durch einen kleineren Aufsichtsrat von in der Regel zwölf statt 20 Personen geführt werden und unterliegt nicht so vielen buchhalterischen Vorgaben wie eine deutsche AG. Eine KGaA ermöglicht es den persönlich haftenden Gesellschaftern, weiter alle wesentlichen Entscheidungen allein zu treffen. Die übrigen Aktionäre haben lediglich Kontrollrechte. Auch andere familiendominierte Konzerne wie Fresenius oder Bertelsmann haben diese Rechtsform bereits angenommen.

Näder will sich über den Kapitalmarkt vor allem Geld für weitere Zukäufe holen. Der Markt in der Medizintechnik konsolidiere sich, zunehmend engagierten sich hier auch Finanzinvestoren. „Das macht strategische Zukäufe teuer“, sagte Näder. Inzwischen würden für Unternehmen der Branche Preise gezahlt, die beim bis zu 20-fachen des operativen Gewinns lägen. Dafür will Näder, der in 25 Jahren an der Otto-Bock-Spitze mehr als 40 Zukäufe gestemmt hat, gerüstet sein.

Anleger will er mit der Wachstumsstory in der Innovationskraft des Unternehmens locken. Künftig werde die Medizintechnik immer ausgefeilter, die Nachfrage weltweit steigen. Zweistellige Wachstumsraten seien die Regel. In diesem Jahr soll der Umsatz um gut 12 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro zulegen.

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