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Tui gelingt der Sprung in die Gewinnzone

Quartalszahlen vorgelegt Tui gelingt der Sprung in die Gewinnzone

Trotz des harten Konkurrenzkampfs wird der weltgrößte Reisekonzern Tui zuversichtlicher für sein Geschäft mit dem Urlaub. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September dürfte der um Sondereffekte und Währungskurse bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebita) jetzt um 12,5 bis 15 Prozent zulegen.

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Tui befindet sich im Aufwind: Der Gewinn für das laufende Geschäftsjahr soll zulegen.

Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Nur wenige Monate nach der Komplettfusion mit dem britischen Ableger TUI Travel ist dem weltgrößten Reisekonzern Tui der Sprung in die Gewinnzone gelungen. Von April bis Juni erzielte der Mutterkonzern von Hapag-Lloyd und den Robinson Clubs einen Überschuss von 29 Millionen Euro nach einem Verlust von 26 Millionen ein Jahr zuvor.

Der operative Gewinn legte dank deutlich verbesserter Ergebnisse der konzerneigenen Hotels und Kreuzfahrtschiffe um knapp 19 Prozent auf 194 Millionen Euro zu, wie Tui am Donnerstag mitteilte.

Das Veranstaltergeschäft warf im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015, das am 30. September zu Ende geht, hingegen weniger ab. Tui begründete dies mit einem verschärften Wettbewerb in Deutschland und anderen Ländern Zentraleuropas.

Insgesamt zeichnet Tui ein optimistisches Stimmungsbild. Im gesamten Geschäftsjahr dürfte der um Sondereffekte und Währungskurse bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebita) um 12,5 bis 15 Prozent zulegen, kündigten die Tui-Chefs Fritz Joussen und Peter Long bei der Vorlage der Quartalszahlen in Hannover an. Es ist die obere Hälfte der bisher anvisierten Spanne von 10 bis 15 Prozent. In den kommenden drei Jahren soll dieser Wert im Schnitt um mindestens 10 Prozent weiter wachsen.

Belastet war das Quartalsgeschäft von den Folgen des blutigen Attentats Ende Juni im tunesischen Badeort Sousse. Dabei hatte ein Student Dutzende Touristen erschossen, bevor er selbst getötet wurde. Für Stornierungen und Rückführungen von Gästen musste der Konzern nach eigenen Angaben rund 10 Millionen Euro aufwenden.

Angesichts der Unsicherheiten in Nordafrika entpuppte sich Griechenland trotz Euro-Schuldenkrise als Reisefavorit: die Sommerbuchungen lagen trotz kleinerer Schwankungen in Deutschland und Belgien über dem Vorjahresniveau. Die Konzernführung wertete das als Beleg für die Belastbarkeit und Stärke des Geschäftsmodells des Konzerns auch in Krisenzeiten. Die Komplettfusion mit dem britischen Ableger TUI Travel im Dezember 2014 hatte laut Vorstand das Ziel, einen Konzern aus einem Guss statt des verschachtelten früheren Modells mit zwei Zentralen zu schaffen.

Unter Volldampf steht das Kreuzfahrtgeschäft des Konzerns: die Kreuzfahrtaktivitäten erreichten im dritten Geschäftsquartal einen bereinigten operativen Gewinn von 19,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand dort noch ein Verlust von 1,5 Millionen Euro.

dpa

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