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Rossmann stellt Jahresbilanz vor

Keine zweistelligen Wachstumszahlen Rossmann stellt Jahresbilanz vor

Der Drogeriediscounter Rossmann verabschiedet sich von zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn. „Diese Zeiten sind endgültig vorbei“, sagte Konzerngründer Dirk Roßmann am Mittwoch bei der Vorlage der Jahreszahlen.

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Gelungener Generationswechsel: Drogerieketten-Gründer Dirk Roßmann und sein Sohn Raoul stellten am Mittwoch die Jahresbilanz des Familienunternehmens vor.

Quelle: Dröse

Burgwedel . Für dieses Jahr kalkuliert der Firmenchef mit einem Erlösplus von höchstens 7,5 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro, im ersten Quartal lag Rossmann mit 6,3 Prozent noch spürbar darunter. Auf dem deutschen Heimatmarkt, der bis heute drei Viertel des Geschäft ausmacht, kam die Drogeriemarktkette sogar nur auf 5,2 Prozent. „In diesem Jahr backen wir kleinere Brötchen“, so Roßmann.

"Bundesliga schwieriger als Einzelhandel"

Für alle, die es bislang nicht wahrhaben wollten: „Wir werden absteigen, das ist klar.“ Sagt der drittgrößte Anteilseigner des Profi-Fußballgeschäfts von Hannover 96. Und der muss es ja wissen. In den letzten Jahren habe es einige Fehler gegeben, für die der Verein nun die Quittung bekomme, sagte Dirk Roßmann. „Es wurde auf Trainer gesetzt, die es nicht gebracht haben.“ Dennoch will der Unternehmer und Freund von 96-Präsident Martin Kind nicht den Stab über dem Management brechen. Das Bundesliga-Geschäft sei „vielleicht noch schwieriger als deutscher Einzelhandel“, sagte Roßmann. Außerdem habe er „überhaupt keinen Zweifel“ daran, dass der Klub gleich den Wiederaufstieg schaffe. Wie gesagt: Er muss es wissen.
Rein finanziell trifft die Familie Roßmann der Abstieg nicht. Es gebe keinen Abschreibungsbedarf, so Roßmann. Ohnehin sei man nur „im unteren zweistelligen Millionenbereich“ bei 96 engagiert. Und bei den finanziellen Kennzahlen sei die Profi-Sparte so gut aufgestellt wie kaum eine andere in der Bundesliga. Im Gegensatz zu anderen Klubs habe 96 „nicht einen Euro Bankschulden“.  lr

Der verschärfte Preiskampf im Einzelhandel hat die Drogeriebranche im vergangenen Jahr mit Wucht erfasst. Weil Aldi mehr Markenartikel ins Sortiment aufnahm und Drogerieprimus DM daraufhin eine Preissenkungswelle lostrat, hätten die Umsätze und Margen gelitten, berichtete der Unternehmer. So verzeichnete die Nummer zwei der Branche 2015 erstmals seit mindestens einem Jahrzehnt einen Gewinnrückgang. Dieser sei jedoch nur „leicht“ ausgefallen, sagte Roßmann, ohne Zahlen zu nennen. 2014 hatte der Konzern vor Steuern noch 287 Millionen Euro verdient.

Drogerieketten-Gründer Dirk Roßmann und sein Sohn Raoul haben die Jahresbilanz des Familienunternehmens vorgestellt.

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„Die Luft ist ein bisschen dünner geworden“, umschrieb es der 69-Jährige. Gleichwohl sehe der Konzern „entspannt“ in die Zukunft. Rossmann – zu 60 Prozent in Hand der Familie – komme auf eine Eigenkapitalqoute von 49 Prozent, und die liquiden Mittel überstiegen die Schulden um ein Vielfaches. „Wir sind gut aufgestellt für Preiskriege“, sagte Finanzchef Peter Dreher. Eine weitere Verschärfung erwartet Roßmann allerdings nicht. „Weitere Senkungen halte ich für mathematisch nicht darstellbar.“
Das Geld will der Konzern lieber in die Expansion und die Modernisierung des Filialnetzes stecken. Auf dem Heimatmarkt hat Rossmann den Filialen mehr Wärme und eine bessere Orientierung verschrieben. 100 Märkte wurden bereits umgebaut, 360 weitere Maßnahmen sind in Planung. Das Projekt gilt als aufwendigste Modernisierung der Firmengeschichte. Es wird allein in diesem Jahr die Investitionen auf mehr als 200 Millionen Euro treiben.

Auch für weitere Zukäufe zeigte sich Roßmann offen. In der Drogeriebranche gibt es allerdings so gut wie nichts mehr zu kaufen. Höchstens die Hamburger Regionalgröße Budnikowsky wäre noch ein potenzieller Kandidat. Der hat zuletzt zwar rote Zahlen geschrieben, steht aber derzeit wohl nicht zum Verkauf. Sollte sich das ändern, zeigte Roßmann zumindest „ein differenziertes Interesse“: Viele der 180 „Budni“-Filialen würden nicht zu Rossmann passen.

Zufrieden gab sich das Management mit dem Generationswechsel des vergangenen Jahres, mit dem Gründersohn Raoul Roßmann in die Führungsspitze aufstieg. Angesichts vieler problematischer Wechsel in anderen Familienunternehmen freue er sich, wie leicht die Zusammenarbeit im eigenen Haus falle, sagte Raoul Roßmann. „Das hat die Wertschätzung für meinen Vater noch einmal wachsen lassen.“

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