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Salzgitter AG zahlt als Erster Trumps Strafzoll

22,9 Prozent Salzgitter AG zahlt als Erster Trumps Strafzoll

Im US-Anti-Dumpingverfahren gegen europäische Stahlunternehmen hat der zweitgrößte deutsche Hersteller Salzgitter die Zahlung von Strafzöllen bestätigt. Seit April zahlt es als erstes deutsches Unternehmen 22,9 Prozent Strafzölle. Der Zoll trifft die Salzgitter AG allerdings kaum, der US-Markt macht nur 6 Prozent des Konzernumsatzes aus.

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Das US-Geschäft trägt sechs Prozent zum Umsatz der Salzgitter AG bei.

Quelle: dpa

Salzgitter. "Unser Produkt Grobblech wird seit dem 30. März mit Strafzöllen von 22,9 Prozent belegt", sagte Konzernsprecher Bernhard Kleinermann am Montag in Salzgitter. Sie würden aber nicht rückwirkend erhoben, betonte er. Laut Spiegel Online ist es das erste deutsche Unternehmen, das nun die von Donald Trump verordneten Strafzölle zahlen muss. Die Entscheidung und die Höhe der Strafzölle seien nicht nachvollziehbar, sagte ein Konzernsprecher.

Das US-Handelsministerium hat außer Grobblech-Ausfuhren aus Deutschland auch Lieferungen aus europäischen Nachbarstaaten und asiatischen Ländern mit Strafzöllen belegt. Die vorangegangenen Anti-Dumping-Verfahren waren nach einer Klage von US-Konkurrenten noch in der Regierungszeit von Barack Obama angelaufen – die Höhe der Zölle wurden von der neuen Administration unter Donald Trump festgesetzt.

Die Bundesregierung hat das Vorgehen der USA scharf kritisiert. Außenminister Sigmar Gabriel hatte den US-Behörden bei den Dumping-Ermittlungen Berechnungsmethoden vorgeworfen, die gegen die Regeln der Welthandelsorganisation WTO verstoßen. Dieser Einschätzung schließt man sich in Salzgitter an.

US-Markt macht wenig vom Gesamtumsatz aus

Die Strafzölle treffen den Stahlhersteller aber kaum. Nur 6 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf die USA, zudem sind Grobbleche dort aktuell nicht sehr gefragt: Sie werden von einer US-Tochter zu Pipelinerohren verarbeitet – wegen der niedrigen Ölpreise laufe das Geschäft derzeit nicht sonderlich rund, hieß es. Sorgen macht man sich in Salzgitter eher, weil hohe US-Zölle dazu führen könnten, dass andere Hersteller auf den europäischen Markt drängen.

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