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Salzgitter kürzt Stellen und Arbeitszeit

Sanierungspaket Salzgitter kürzt Stellen und Arbeitszeit

Unternehmen und Arbeitnehmervertreter haben sich auf Sanierungspaket bei Ilsenburger Grobblech geeinigt. Unter anderem sollen knapp 230 Stellen abgebaut werden. Weitere Standorte sollen auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft werden.

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„Ein enormer Beitrag zur Kostensenkung“: Im Werk des Stahlkonzerns Salzgitter in Ilsenburg werden 225 Stellen abgebaut.

Quelle: dpa

Hannover. Der Stahlkonzern Salzgitter macht Fortschritte bei der Sanierung seines Grobblech-Geschäfts. Unternehmen und Arbeitnehmervertreter haben sich für die Tochter in Ilsenburg am Nordharz auf ein Eckpunktepapier geeinigt, das die Reduzierung der Arbeitszeit um drei auf 32 Wochenstunden ohne Lohnausgleich sowie einen Abbau von 225 Stellen vorwiegend durch Altersteilzeit bis Ende 2019 vorsieht. Damit würde die Belegschaft einen „enormen Beitrag“ zur Kostensenkung erbringen, sagte ein Konzernsprecher. Matthias Wilhelm von der IG Metall Salzgitter sprach von einer „guten Regelung“. Sie ermögliche eine sozialverträgliche Absenkung der Belegschaftszahlen.

Das Geschäft mit groben Blechen, die für die Fertigung von Rohren, Windkraftanlagen und Brücken eingesetzt werden, liegt seit Monaten am Boden – vor allem wegen der Investitionszurückhaltung der Energiebranche. Gleichzeitig versuchen Hersteller aus China und Osteuropa, ihre Überkapazitäten in Europa loszuwerden. Salzgitter hatte hier im ersten Halbjahr Auftragsrückgänge um 30 Prozent und rote Zahlen verbuchen müssen.

Konzern und IG Metall haben schon seit Monaten über Kosteneinsparungen verhandelt. Die Absenkung der Arbeitszeit bei der Tochter Ilsenburger Grobblech trifft rund 800 Beschäftigte an den Standorten im Nordharz und in Salzgitter. Auch in Mülheim/Ruhr am Sitz der Tochter Mannesmann Grobblech wird über ein Kostensenkungsprogramm verhandelt. Eine Einigung über die Zukunft der mehr als 500 Beschäftigten steht noch aus.

Ebenso ungewiss ist die Lage bei Mannesmann Line Pipe, einem Spezialisten für Öl-, Gas- und Wasserrohre. Hier hatten sich Unternehmen und Gewerkschaft erst vor Kurzem auf einen Abbau von gut 100 der rund 470 Beschäftigten in den beiden Werken Hamm und Siegen verständigt. Das reiche inzwischen jedoch nicht mehr aus, sagte der Salzgitter-Sprecher. Die Auslastung habe sich noch einmal dramatisch verschlechtert.

Die Stahlbranche in Europa hat derzeit an mehreren Fronten zu kämpfen. Bis zum Frühjahr drohte sie von chinesischen Billigimporten hinweggefegt zu werden. Nach der Erhebung von Strafzöllen durch die EU hat sich die Lage zumindest vorübergehend entspannt, die Preise sind wieder gestiegen. Allerdings kämpfen auch die europäischen Hersteller mit Überkapazitäten. Deutschlands Branchenprimus Thyssen-Krupp plant deshalb eine Allianz mit dem Konkurrenten Tata Steel. Sie könnte die Stilllegung kompletter Werke zur Folge haben – auch in Deutschland.

Im Visier sind dabei offenbar auch die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) mit 3000 Beschäftigten in Duisburg, an dem Thyssen-Krupp mit 50 Prozent, Salzgitter mit 30 Prozent und der französische Röhrenhersteller Vallourec mit 20 Prozent beteiligt sind. Dem Vernehmen nach sind die Salzgitteraner aktuell die Einzigen, denen ernsthaft am Erhalt dieses Stahlwerks, das die drei Partner mit Vormaterial zur Weiterverarbeitung beliefert, gelegen ist.

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