Wilhelmshaven/Hannover/Bremen . Das Baukonsortium habe inzwischen reagiert, um die Schlosssprengungen (Nahtrisse) in der Spundwand zu beheben, sagte Geschäftsführer Axel Kluth am Mittwoch. Mehrere Medien hatten zuvor von einem Brandbrief Kluths an das Baukonsortiums berichtet. Dieser habe gewirkt, sagte Kluth. Auch der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und das Bremer Wirtschaftsressort betonten, der Eröffnungstermin am 5. August sei nicht gefährdet.
Die am JadeWeserPort aufgetretenen Probleme seien beim Bau von Kajen nicht ungewöhnlich und könnten behoben werden, betonte Bode am Mittwoch im niedersächsischen Landtag. „Die Beseitigung der Schäden kostet das Land nichts.“ Das müssten die Baufirmen, die Materiallieferanten und gegebenenfalls die Versicherung untereinander ausmachen. „Das Land hat eine komplette Kaje bestellt und wir nehmen nur eine komplette Kaje ab“, sagte Bode. Kluth sprach von rund 15 Millionen Euro Kosten für die Reparatur der bisher 55 aufgetretenen Schlosssprengungen.
Die Standfestigkeit der etwa 20 Meter tief in den Meeresboden eingerammten Spundwand sei nicht gefährdet, versicherte der Geschäftsführer. „Wir gehen davon aus, dass die Arge (Arbeitsgemeinschaft der Bauunternehmen) erkannt hat, dass sie sich keinen weiteren Zeitverzug mehr erlauben kann“, sagte der Bremer Wirtschaftsstaatsrat Heiner Heseler am Mittwoch in der Fragestunde der Bürgerschaft. In wenigen Wochen sollen die Containerbrücken an der Kaje aufgestellt werden.
dpa
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