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Schlechte Stimmung vor der Agritechnica

Agrarmärkte Schlechte Stimmung vor der Agritechnica

Die Preismisere an den Agrarmärkten macht Landtechnikherstellern zu schaffen. Vor der Agritechnica, die im November in Hannover stattfindet, ist die Stimmung schlecht: Die Branche erwartet Umsatzeinbruch. Die Messe ist aber trotzdem ausgebucht.

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Bei vielen Landwirten muss die Anschaffung eines neuen Mähdreschers warten, weil ihnen angesichts der niedrigen Agrarpreise das Geld dafür fehlt.

Quelle: Julian Stratenschulte

Hannover. Weltweit fallende Agrarpreise, nachlassende Nachfrage aus China, russisches Importembargo - die Stimmung der Landwirte in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern, ist schlecht - und damit sinkt die Investitionsbereitschaft. Die deutschen Landtechnikhersteller erwarten für 2015 daher einen Einbruch der Umsätze. Wie der Geschäftsführer des Branchenverbands VDMA, Bernd Scherer, gestern der HAZ sagte, dürfte das Minus im „oberen einstelligen Prozentbereich“ liegen.

Mit gemischten Gefühlen reisen die Unternehmen mithin zur Agritechnica, die vom 10. bis 14. November auf dem hannoverschen Messegelände stattfindet. Die Nachfrage nach Traktoren oder Mähdreschern hänge nun einmal von der Einkommenslage und damit der Liquidität der Landwirte ab, erklärte Scherer. Und die leide derzeit wegen der niedrigen Agrarpreise. Wenn die Preismisere anhält, fehlt vielen Landwirten schlicht das Geld für teure Neuanschaffungen, wie eine Sprecherin des Deutschen Bauernverbandes sagte. Dabei müssten sie eigentlich gerade in schlechten Zeiten investieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Darauf setzen die Messestrategen der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), die die weltgrößte Landtechnikschau im jährlichen Wechsel mit der Euro­tier, dem Branchentreff für Tierhalter, veranstaltet. „Investiert wird auf jeden Fall in den nächsten zwölf Monaten“, sagte die Projektleiterin der Agritechnica, Freya von Czettritz, der HAZ. Das Interesse der Landwirte sei genauso groß wie vor zwei Jahren. Das belegten die Anfragen und der Vorverkauf an Tickets. Die DLG erwartet laut von Czettritz, dass mehr als 400 000 Besucher zur Agritechnica kommen werden, davon etwa 100 000 aus dem Ausland.

Damit würde der Rekord von 2013 mit rund 450 000 Besuchern deutlich verfehlt. Allerdings ist die DLG bei ihren Prognosen traditionell zurückhaltend. Ohnehin befand sich die Landwirtschaft 2013 weltweit in einer Boomphase. Rund 2800 Aussteller aus 52 Ländern haben sich bislang zu der Landtechnikmesse angemeldet, wie die DLG berichtete. Etwa 1500 Unternehmen und damit „deutlich mehr als jedes zweite“ kämen aus dem Ausland.

Vor zwei Jahren hatte sich die Rekordzahl von 2900 Firmen an der Agritechnica beteiligt. Dass in diesem Jahr vielleicht etwas weniger Aussteller nach Hannover kommen, erklärte die Projektleiterin mit dem Wegfall der Halle 1. Die Zulieferer, die dort in dem Bereich Systems & Components vereint waren, zögen in die kleineren Hallen 15 bis 17 um. Deshalb hätten Firmen abgewiesen werden müssen. Das Messegelände ist laut DLG so gut wie ausgebucht.

Zur Agritechnica haben die Aussteller über 300 Neuheiten bei der DLG angemeldet, vom Ackergerät bis zum Mähdrescher mit Navigations- und Sensortechnologien (Smart Farming). Die besten werden prämiert.

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