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Niedersachsen Sennheiser erreicht neue Rekordmarken
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Sennheiser erreicht neue Rekordmarken
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00:53 16.06.2011
Quelle: HAZ
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Wennebostel

Der Audiospezialist Sennheiser aus der Wedemark genießt Weltruf – das hat das Jahr 2010 besonders deutlich gemacht. In allen Teilen der Welt wuchs das Geschäft mit den Kopfhörern und Mikrofonen des Familienunternehmens deutlich zweistellig. „Das ist ein phantastisches Ergebnis für uns“, sagte Volker Bartels, Sprecher der sechsköpfigen Führungsmannschaft bei der Bilanzvorlage am Mittwoch in Wennebostel.

In der Wirtschaftskrise schraubte Sennheiser die Investitionen nicht zurück, sondern legte noch ein paar Millionen drauf. Als das Geschäft plötzlich wieder ansprang, konnten die Wedemärker ohne Anlaufschwierigkeiten liefern. Auch die eigene Vertriebsstruktur mit Niederlassungen in Asien habe sich ausgezahlt, sagte Bartels. So stieg der Umsatz um ein Fünftel auf 468,2 Millionen Euro. In allen drei Geschäftsbereichen – Kopfhörer für Endverbraucher, Mikrofone für professionelle Anwender und in Gebäuden fest eingebaute Tonübertragungssysteme – habe die Nachfrage die gesamte zweite Jahreshälfte hindurch zugelegt, erläuterte Bartels. Selbst nach dem vor allem im Kopfhörersegment wichtigen Weihnachtsgeschäft sei kein Abflauen zu erkennen gewesen. Längst sind die Kopfhörer mit 35 Prozent Umsatzanteil zur wichtigsten Säule bei Sennheiser gewachsen, gefolgt von drahtlosen Mikrofonen (26 Prozent) und Hörsprechgarnituren ( 8 Prozent).

2011 habe sich der gute Absatz fortgesetzt, sagte Bartels, nannte aber keine konkreten Erwartungen: „Wir sind gut unterwegs.“ Wichtig sei gar nicht so sehr der Umsatz, betonte Aufsichtsratschef Jörg Sennheiser. Die Profitabilität stehe im Mittelpunkt. Mit dem Jahr 2010 dürfte er denn auch sehr zufrieden sein: Unter dem Strich blieb dem Familienunternehmen ein Gewinn von 23,6 Millionen Euro – eine deutliche Steigerung nach den 3,8 Millionen Euro vom Vorjahr und insgesamt der höchste Gewinn der 66-jährigen Unternehmensgeschichte.

Man habe eben sorgsam gewirtschaftet und auf Ausgaben verzichtet, die nicht unbedingt nötig seien, sagte Sennheiser. So werde auch der geplante Neubau eines Verwaltungsgebäudes auf dem Firmengrundstück womöglich erst 2013 in Angriff genommen. Die Pläne hatte man wegen der Wirtschaftskrise zurückgestellt.

Auch bei den Personalkosten konnte das Unternehmen ein wenig einsparen. Die Zahl der Mitarbeiter sank um 15 auf 2117, davon sind 1153 in Deutschland beschäftigt. Einige aus Altersgründen frei gewordene Stellen seien nicht wieder besetzt worden, erläuterte Bartels.

Helmuth Klausing

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