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1000 Arbeitsplätze für Cuxhaven

Siemens investiert 200 Millionen 1000 Arbeitsplätze für Cuxhaven

Siemens investiert 200 Millionen Euro in den Bau einer Windkraft-Fabrik in Cuxhaven und will damit 1000 Arbeitsplätze schaffen. In dem Werk sollen Maschinenhäuser für Windturbinen entstehen, die auf dem Meer Strom erzeugen.

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Das Siemens-Werk soll direkt an der Hafenkante auf einer Fläche von 24 Fußballfeldern entstehen. 

Quelle: Siemens

Hannover. Der erste Spatenstich ist noch für dieses Jahr geplant, die Produktion werde Mitte 2017 starten, erklärte Konzern-Chef Joe Kaeser am Mittwoch: „Die Entscheidung, eine neue Fertigung in Cuxhaven zu bauen, ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.“

Um den Zuschlag zu erhalten, sind die Stadt und das Land Niedersachsen in Vorleistung getreten. Insgesamt haben die Landesregierungen seit 2003 mit Unterstützung aus den Fördertöpfen der Europäischen Union rund 160 Millionen Euro investiert, um Cuxhaven zu einem Zentrum für die Windkraftindustrie zu machen. Es entstanden Schwerlastterminals und optimierte Kaianlagen, daneben schuf die stadteigene Entwicklungsgesellschaft großräumige Gewerbeflächen direkt am Hafen. Für die Komplettierung der Infrastruktur würden noch einmal rund 20 Millionen Euro investiert, hieß es am Mittwoch.

„Die Ansiedlung von Siemens bedeutet den wirtschaftlichen Durchbruch für die Offshore-Basis Cuxhaven“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Getsch der HAZ. Man habe insgesamt sieben Jahre lang mit dem Konzern verhandelt und sich trotz zahlreicher Konkurrenz durchgesetzt. Als ernsthafte Wettbewerber sollen bis zuletzt das dänische Esbjerg und Danzig im Rennen gewesen sein. Auch Bremerhaven, Brunsbüttel und Emden hätten sich zwischenzeitlich Hoffnungen gemacht, hieß es.

Das Siemens-Werk soll direkt an der Hafenkante auf einer Fläche von 24 Fußballfeldern entstehen. Die Fertigung umfasse die Endmontage von Generatoren, Naben sowie Rückteilen der Gondeln, die vor Ort zu kompletten Maschinenhäusern zusammengefügt werden.

Von Cuxhaven aus wird bereits die Errichtung mehrerer Windparks in der Nordsee gesteuert - allerdings musste die Stadt auch Rückschläge verkraften: So hat der Baukonzern Strabag vor zwei Jahren den für mehrere Hundert Millionen Euro geplanten Bau einer Fabrik für Fundamente von Offshore-Anlagen storniert. Auch deshalb freue sich die Landesregierung, dass sich nun Siemens für den Standort an der Elbmündung entschieden habe, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD): „Das ist ein großartiger Tag für das Land und die Region.“

In der Stadt Cuxhaven liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei knapp 8 Prozent, im Landkreis etwas darunter. Es sei nicht zu erwarten, dass Siemens alle Fachkräfte direkt vor Ort rekrutieren könne, sagte Oberbürgermeister Getsch. Man erwarte jedoch, dass sich auch Zulieferer des Konzerns in der Nähe ansiedeln werden und auf diese Weise zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Auch Siemens selbst hat sich bereits Optionen auf weitere Flächen gesichert, die später eine Verdopplung der Kapazität zulassen. Zusätzlich zum neuen Werk in Cuxhaven errichtet der Konzern im englischen Hull eine Fabrik für Rotorblätter, die ebenfalls in zwei Jahren betriebsfertig sein soll. Großbritannien ist nach Deutschland der zweitgrößte Offshore-Markt für Siemens.

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