Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
"Abgaswerte manipulieren – das macht jeder"

VW-Emissionstest "Abgaswerte manipulieren – das macht jeder"

Der Skandal um die manipulierten Abgastests bei Volkswagen in den USA hat bei den VWN-Mitarbeitern in Hannover-Stöcken für viel Gesprächsstoff gesorgt. Viele glauben, dass der Autobauer aus Wolfsburg nicht der einzige ist, der Messwerte geschönt hat.

Voriger Artikel
Ringen um Conti-Standort Gifhorn ergebnislos
Nächster Artikel
VW erlebt den „Super-GAU“

Dem VW-Konzern drohen wegen des Skandals hohe Strafzahlungen in den USA.

Quelle: dpa

Hannover. Im VW-Nutzfahrzeuge-Werk in Hannover-Stöcken ist die Nachricht von manipulierten Abgastests am Montag eines der Hauptgesprächsthemen. „Das ist ein Unding“, sagte einer von ihnen. Dass Volkswagen der einzige Autobauer ist, der Abgaswerte geschönt haben soll, glaubt kaum jemand. „Das macht jeder“, sagte eine Mitarbeiterin aus dem Rohbau. Auch ein Mitarbeiter, der seinen Namen wie viele andere nicht in der Zeitung lesen will, sagte: „Ich glaube schon, dass alle Autobauer das zu ihren Gunsten darstellen.“ Bei VW sei die Manipulation lediglich zuerst ans Licht gekommen.

Dass der Skandal in den USA direkte Auswirkungen auf den Standort in Hannover haben wird, halten viele für unwahrscheinlich. Mit größerer Sorge sieht man dagegen den Image-Schaden, den das Unternehmen womöglich davontragen wird – vor allem auf dem schwierigen US-amerikanischen Automarkt. „Das ist für die Amerikaner ein gefundenes Fressen“, meinte Heiko Hug.

Weit auseinander gingen die Meinungen der Werksarbeiter darüber, wie sich eine mögliche Milliardennstrafe auf den Konzern auswirken könnte. Eine Mitarbeiterin fürchtete, dass zuerst an Prämien gekürzt wird. „So eine Summe kann selbst ein so großer Konzern nicht einfach wegstecken“, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter zustimmend.

Nach dem Bekanntwerden des Skandals hatte es am Montag scharfe Kritik aus der Politik gegeben. "Eine Manipulation von Emissionstests ist völlig inakzeptabel und durch nichts zu rechtfertigen", sagte Stephan Weil (SPD), der als amtierender Regierungschef in Niedersachsen Mitglied im Präsidium des VW-Aufsichtsrates ist. "Es muss selbstverständlicher Anspruch des VW-Konzerns sein, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten." 

Aktienkurs bricht ein

Angesichts des Skandals hat die Volkswagen-Aktie an der Frankfurter Börse am Montagvormittag rund 20 Prozent an Wert verloren. Zeitweise notierte sie mit 22,20 Prozent im Minus bei 126,35 Euro. Sie war bereits mit einem massiven Kurseinbruch in den Tag gestartet: Zu Handelsbeginn verlor sie bereits gut 13 Prozent.

Von Sabine Gurol (mit: dpa)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Abgas-Skandal von VW

Der Skandal um die manipulierten Abgasmessungen hat Volkswagen an einer empfindlichen Stelle getroffen: Der Vertrauensverlust in den Autokonzern ist immens. Der Aktienkurs brach drastisch ein. Bevor VW den Vertrag mit Martin Winterkorn verlängert, muss die Affäre aufgeklärt sein. Eine Analyse von Stefan Winter.

mehr
Mehr aus Niedersachsen

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 80,18 -0,38%
CONTINENTAL 179,65 +4,52%
DELTICOM 17,11 +3,03%
HANNO. RÜCK 104,71 +1,79%
SALZGITTER 34,34 +4,96%
SARTORIUS AG... 67,82 -0,47%
SYMRISE 54,80 -0,31%
TALANX AG NA... 31,42 +1,63%
TUI 12,61 +2,21%
VOLKSWAGEN VZ 126,50 +4,08%
DAX
Chart
DAX 11.035,00 +0,44%
TecDAX 1.729,50 +0,64%
EUR/USD 1,0775 +0,17%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 23,57 +6,88%
CONTINENTAL 179,65 +4,52%
VOLKSWAGEN VZ 126,50 +4,08%
RWE ST 11,72 -2,26%
FMC 74,12 -1,04%
FRESENIUS... 68,26 -0,54%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 159,95%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 113,23%
Polar Capital Fund AF 105,26%
Fidelity Funds Glo AF 91,70%

mehr