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Sorge um Jobs bei Pelikan in Hannover

Arbeitsplatzabbau Sorge um Jobs bei Pelikan in Hannover

Im hannoverschen Traditionshaus Pelikan macht sich Jobangst breit. Hintergrund ist die Ankündigung von Großaktionär und Konzernchef Loo Hooi Keat, die Zahl der Produktionsstätten in den kommenden drei Jahren mehr als halbieren zu wollen.

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Viele Jobs bei Pelikan in Hannover stehen eventuell vor dem Abbau. Auch die Produktion des „Pelikano“-Füllers könnte wegfallen.

Quelle: Viktoria Behr (Archivbild)

Die Werke müssten von derzeit 13 auf fünf bis sechs reduziert werden, sagte Loo in Malaysia in einem Interview. Auch eine Ausgliederung der Fertigung an externe Dienstleister sei denkbar. Das könnte vor allem das Stammwerk in Vöhrum bei Peine treffen, wo rund 300 Menschen beschäftigt sind.

Dort sowie in der hannoverschen Vertriebszentrale mit ihren 200 Beschäftigten seien derzeit ohnehin Unternehmensberater zu Gast, um Einsparpotenziale auszuloten, verlautet aus dem Unternehmen. Dabei gebe es keine Tabus. Dem Vernehmen nach wollen die Unternehmensberater schon bald konkrete Vorschläge zur Restrukturierung des Geschäfts in Deutschland vorlegen. Die Belegschaft, sagen Beteiligte, sei „stark beunruhigt“. Angeblich ist die Finanzlage schon seit Monaten angespannt, verlangen Lieferanten des Vöhrumer Werks für ihre Ware bereits Vorkasse.

Pelikan hat in den vergangenen Jahren mehrere Übernahmen gestemmt, zuletzt den Mehrheitserwerb des Berliner Konkurrenten Herlitz. Gleichzeitig hat das Unternehmen, das im Großraum Hannover einst Tausende Mitarbeiter beschäftigte, millionenschwere Pensionslasten zu tragen. Die Erfolge der Machtübernahme bei Herlitz halten sich bislang in engen Grenzen. Mit dem Berliner Konzern erwarb Pelikan auch ein großes Logistikareal vor den Toren der Hauptstadt. Das Lager in Hannover – von einem Dienstleister betrieben – musste deshalb schließen, 100 Beschäftigte verloren ihren Job. Darüber hinaus hatte es wenig Einspareffekte gegeben. Inzwischen hat Loo seinen engen Vertrauten Cheong Seng Ng im Herlitz-Vorstand platziert.

In Malaysia, Sitz des von Loo geschaffenen Mutterkonzerns, hat Pelikan gerade ein Werk vergrößert und modernisiert. Gleichzeitig wurden Aufgaben von Europa verlagert. In Peine und Hannover geht die Sorge um, dass es so weitergehen könnte. Im Interview hatte Loo zunächst nur zwei Standorte in der Schweiz und China angeführt, die Tintenpatronen fertigen, und nun geschlossen werden sollen. In Vöhrum produziert der Konzern vom Radiergummi bis zum Luxus-Füller Hunderte unterschiedlicher Produkte.

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